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20260711 MiJ Wolfgang Ischinger zum Verhältnis USA und Europa Wehrschütz Mod
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In Ankara hat vor wenigen Tagen der Gipfel der NATO die transatlantischen Beziehungen zwischen Europa, Kanada und den USA bekräftigt. Dazu zählten ein Bekenntnis zur Beistandsklausel, zur gemeinsamen Stärkung der Streitkräfte aber auch zur Ukraine, die für zwei Jahre vor allem von den Europäern klar Finanzzusagen erhielt. Offen ausgetragene Konflikte zwischen Donald Trump und den Europäern blieben trotz mancher Seitenhiebe des US-Präsidenten aus. Trotzdem bleiben die Beziehungen fragil; wie sie gestärkt werden können, dazu hat Wolfgang Ischinger in der jüngsten Ausgabe des US-Außenpolitik-Magazins „Foreign Affairs“ einen Aufsatz geschrieben; darin betont Ischinger, der Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz ist, die Bedeutung von Vertrauen für die transatlantischen Beziehungen; mit Wolfgang Ischinger gesprochen hat unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz; hier sein Bericht:

Das Ergebnis des NATO-Gipfels in Ankara ist in so manchen westlichen Medien durchaus auch sehr negativ, ja sogar als Kniefall vor den USA bewertet worden. Völlig gegenteiliger Ansicht ist Wolfgang Ischinger; seine Gipfelbilanz lautet so:

Belastet werden – so Ischinger – die transatlantischen Beziehungen natürlich auch durch persönliche Gegensätze zwischen westlichen Politikern und die oft unvorhersehbaren politischen Wendungen des amerikanischen Präsidenten; vertrauensbildend könnte daher eine gemeinsame Linie zwischen den Europäern und den USA im Zusammenhang mit der Ukraine wirken, betont der erfahrene, deutsche Diplomat:

Trotzdem sieht Wolfgang Ischinger ein weit grundlegenderes Problem zwischen den USA und den Europäern; dies bestehe in der zur Schau getragenen Geringschätzung des Bündnisses mit den Europäern durch Washington, betont Wolfgang Ischinger: