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Berichte Ukraine

Bericht 181 bis 190 von 1357

ukrainischer Landwirtschaftsminister zur Lage

Radio
MiJ

 

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat zwangsläufig auch die ukrainische Wirtschaft massiv getroffen. Das gilt nicht nur für direkte Schäden, sondern auch für indirekte Folgen des Krieges; so kann die Stahlindustrie nur ein Viertel ihrer Kapazitäten nutzen, weil nicht genügend Transportmittel vorhanden sind. Denn der Hafen von Odessa ist nur für Getreideexporte offen. 60 Prozent aller ukrainischen Ausfuhren entfallen auf die Landwirtschaft; genutzt werden auch Bahn und Schiene vor allem nach Westen; das hat nun die Bauern in Polen, Ungarn der Slowakei und anderen Staaten Ostmitteleuropas auf den Plan gerufen, die wegen der ukrainischen Konkurrenz um ihre Existenz fürchten; über diese Frage und die Herausforderungen für den Agrarsektor hat unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz mit Landwirtschaftsminister Mikola Solskji gesprochen; hier sein Bericht:

In vielen Ländern Europas sind die Getreidepreise drastisch gesunken; auf dem Weltmarkt herrscht auch durch eine sehr gute Ernte in Russland kein Mangel, während der Ukraine natürlich bestrebt ist, so viel wie möglich Getreide im Ausland zu verkaufen. Dabei ist das derzeit bis Mitte Mai verlängerte und durch die UNO vermittelte Getreideabkommen die Grundlage für ukrainische Exporte über den Hafen Odessa; doch auch andere Routen haben an Bedeutung gewonnen, betont der ukrainische Landwirtschaftsminister Mikola Solskij; die Probleme mit den westlichen Nachbarstaaten erläutert Solskji so:

Osternachlese in der Ukraine

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Religion Aktuell

 

Auch in der Ukraine sind am Montag die Feiern zum orthodoxen Osterfest zu Ende gegangen; es waren das die zweiten Ostern, die das Land unter den Bedingungen des Krieges mit Russland feiern musste. Dieser Krieg und seine Folgen überschatteten zwangsläufig auch heuer die religiösen Feierlichkeiten; aus Lamberg berichtet unser Korrespondent Christian Wehrschütz:

Ukraine Der Kampf ums Höhlenkloster

Fernsehen
ZIB1

20230329 ZiB1 Ukraine Der Kampf ums Höhlenkloster Wehrsch Mod

In der Ukraine hat nun der Konflikt zwischen dem Staat und der ehemaligen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats auch das berühmte Höhlenkloster in Kiew erfasst. So hat Kulturministerium den Mietvertrag für das Kloster gekündigt und der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche bis Mitternacht eine Frist gesetzt, das Kloster zu räumen. 220 Mönche und 300 Theologie-Studenten droht die Delogierung; die Kirche wirft der ukrainischen Führung politische Motive vor und will die Räumungsanordnung vor Gericht bekämpfen. UNO und Papst Franziskus zeigten sich besorgt über die Wahrung der religiösen Freiheit in der Ukraine

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Kiew

Insert1: Konstantin Bondarenko, Politologe in Kiew

Gesamtlänge:

Im Kiewer Höhlenkloster versammelten sich heute hunderte Gläubige, um dafür zu beten, dass Mönche und Studenten bleiben können. Die Führung des Klosters soll unter anderem Bauvorschriften verletzt haben; daher kündigte das Kulturministerium den Mietvertrag; es war ebenso wenig zu einem Interview bereit wie die Staatspolizei Die Ukrainisch-Orthodoxe-Kirche wird der Kollaboration mit Russland beschuldigt, weist den Vorwurf aber zurück:

12'41'6 - Kollaboration und Verfahren - 13'33'6
"Unsere Kirche zählt 16.000 Geistliche. Es gibt 60 Fälle, die auch strafrechtlich untersucht werden, doch nur drei Urteile erster Instanz wurden bisher gesprochen.“

Ein Verbot dieser Kirche empfahl der Nationale Sicherheitsrat der Ukraine. Politische Motive sind nicht ausgeschlossen:
12'27'2 - Einzige unabhängige Organisation - 13'28'1
"Nach der russischen Aggression hat die Mehrheit der Gläubigen und Geistlichen eine patriotische Haltung eingenommen. Auch der Metropolit verurteilte die Aggression; doch das Büro des Präsidenten versteht, dass das die einzige Organisation ist, die heute nicht von der präsidialen Hierarchie kontrolliert wird.“

Handgreiflichkeiten um die Kontrolle über ein Kirchengebäude gab es jüngst in der Westukraine. Ob derartige Bilder und die Kirchenpolitik mit den westlichen Werten vereinbar sind, die die Führung in Kiew beschwört, ist fraglich.

 

Hohe Siegeserwartung und Ukrainisierung

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20230225 FJ7 Hohe Siegeserwartung und Ukrainisierung Wehrsch Mod

Ein Jahr Krieg in der Ukraine hat zwangsläufig auch die Denkweise der Bevölkerung der Ukraine beeinflusst und verändert. Das zeigen Umfragen, die verschiedene Meinungsforschungsinstitute durchgeführt haben. So haben Nationalstolz und das Bewusstsein Ukrainer zu sein, Höchstwerte erreicht, die es bis zum Kriegsbeginn nicht gab; ablesbar wird aus der Meinungsforschung auch eine Abkehr vom Russischen, das verstärkt als die Sprache des Aggressors und der Besatzungsmacht angesehen wird; groß ist auch die Zuversicht der Bevölkerung, dass die ukrainischen Streitkräfte siegen werden, berichtet aus Kiew unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz:

Ukraine und die Demokratie in Kriegszeiten

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Ukraine und die Demokratie in Kriegszeiten

Seit dem Ausbruch des Krieges vor einem Jahr dominiert in der Ukraine Präsident Volodimir Selenskij das politische Leben völlig. Seine Administration trifft de facto alle wichtigen Entscheidungen in Zusammenarbeit mit Behörden wie dem Nationalen Sicherheitsrat, der ebenfalls vom Präsidenten besetzt wird. Ein Schattendasein spielt nur mehr das Parlament; erstens hat die Partei des Präsidenten dort die absolute Mehrheit; zweitens finden alle Sitzungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, und auch Journalisten haben keinen Zugang. Über die Möglichkeiten der Opposition in Zeiten des Kriegsrechts hat in Kiew unser Korrespondent Christian Wehrschütz mit Julia Timoschenko gesprochen:

Reportage aus Tschasiv Jar

Fernsehen
ORFIII

20230310 ORF III Reportage aus Tschasiv Jar Wehrschütz Mod

Während die Kämpfe um die Stadt Bachmut in der Ostukraine immer härter werden, haben die ukrainischen Streitkräfte auch einige Kilometer hinter der Front bereits neue Verteidigungsstellungen vorbereitet. Einen dieser Punkte bildet die Stadt Tschasiv Jar, nur zehn Kilometer von Bachmut entfernt. Die Front dürfte noch näher liegen, weil russische Söldner der Wagner-Truppe bestrebt sind, Bachmut von Süden und Norden einzukesseln.

Reportage aus Tschasiv Jar

Radio
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20230310 MiJ Reportage aus Tschasiv Jar Wehrschütz Mod

Während die Kämpfe um die Stadt Bachmut in der Ostukraine immer härter werden, haben die ukrainischen Streitkräfte auch einige Kilometer hinter der Front bereits neue Verteidigungsstellungen vorbereitet. Einen dieser Punkte bildet die Stadt Tschasiv Jar, nur zehn Kilometer von Bachmut entfernt. Die Front dürfte noch näher liegen, weil russische Söldner der Wagner-Truppe bestrebt sind, Bachmut von Süden und Norden einzukesseln. In Tschasiv Jar war vor zwei Tagen unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz, hier sein Bericht:

Reportage aus Tschasiv Jar

Fernsehen
ZiB1

20230309 ZiB1 Reportage aus Tschasiv Jar Wehrschütz Mod

Während die Kämpfe um die Stadt Bachmut in der Ostukraine immer härter werden, haben die ukrainischen Streitkräfte auch einige Kilometer hinter der Front bereits neue Verteidigungsstellungen vorbereitet. Einen dieser Punkte bildet die Stadt Tschasiv Jar, nur zehn Kilometer von Bachmut entfernt. Die Front dürfte noch deutlich näher liegen, weil russische Söldner der Wagner-Truppe bestrebt sind, Bachmut von Süden und Norden einzukesseln.

Interview Timoschenko

Zeitung
Kleine Zeitung

20230228 Kleine Zeitung Interview Timoschenko Wehrsch

CW: Wie sieht jetzt die Arbeit des Parlaments unter den Bedingungen des Kriegsrechts aus? Journalisten ist es verboten, die Arbeit Parlaments vor Ort zu begleiten, sogar die Sitzungstermine sind offiziell geheim. Haben unter diesen Bedingungen Oppositionsparteien noch Entfaltungsmöglichkeiten?

Landwirtschaft nach einem Jahr Krieg

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20230228 MiJ Landwirtschaft nach einem Jahr Krieg

Der Krieg in der Ukraine hatte und hat auch massiver Folgen für die Landwirtschaft; und das betrifft nicht nur die Ukraine selbst, sondern auch für die Weltwirtschaft; denn vor Kriegsbeginn vor einem Jahr war die Ukraine mit einem Anteil von zehn Prozent einer der größten Produzenten von Weizen in Welt; sehr bedeutsam war das Land auch als Hersteller von Sonnenblumen und Mais. Eine massive Krise der weltweiten Versorgung konnte im Frühsommer durch das Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung von UNO und Türkei vermieden werden, das Exporte über den Hafen Odessa zulässt. Trotzdem war 2022 für die Agro-Industrie der Ukraine ein sehr schwieriges Jahr, und ein noch schwierigeres könnte bevorstehen.  Darüber hat in Kiew unser Korrespondent Christian Wehrschütz mit einem Produzenten gesprochen; hier sein Bericht:

Bericht 181 bis 190 von 1357

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