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Berichte Ukraine

Bericht 1021 bis 1030 von 1344

Weltkriegsgedenken als Symbol der Spaltung

Fernsehen
ZiB1
In der Ukraine haben auch die Gedenkfeiern zum Ende des Zweiten Weltkrieges die tiefe Kluft gezeigt, die zwischen der Führung in Kiew und den prorussischen Rebellengebieten herrscht. In Donezk gab es gestern eine Militärparade, gefeiert wurde nur der 9. Mai. Kiew feierte dagegen zum ersten Mal auch den 8. Mai, um seine Annäherung an die Europäische Union zu demonstrieren, ein Weg, den die Rebellen ablehnen.

UNterschiedliche Feiern zum Kriegsende in der Ukraine

Radio
Ö1Ö2Ö3 NR
Die Ukraine nutzt das Gedenken an den 70. Jahrestag des Zweiten Weltkriegs, um sich geistig und kulturell stärker vom russischen Einfluss zu lösen. Daher finden die offiziellen Feiern an zwei Tagen, am 8. und am 9. Mai statt. Nur heuer gefeiert wurde in der prorussischen Rebellen-Hochburg Donezk. Aus Donezk berichtet Christian Wehrschütz:

Feiern zum Kriegsende in Donezk und Severodonezk

Radio
Mittagsjournal
Die Ukraine nutzt das Gedenken an den 70. Jahrestag des Zweiten Weltkriegs, um sich geistig und kulturell stärker vom russischen Einfluss zu lösen. Daher finden die offiziellen Feiern an zwei Tagen, am 8. und am 9. Mai statt. Während Europa und die USA am 8. Mai feiern, feierten die Staaten der ehemaligen Sowjetunion und damit auch die Ukraine stets am 9. Mai. Dieser Unterschied hat historisch mit der Art und Weise zu tun, wie die Deutsche Wehrmacht gegenüber den Westmächten und der Sowjetunion 1945 kapituliert hat. Die Ukraine will nun durch die stärkere Betonung des 8. Mai ihre besondere Bedeutung im Zweiten Weltkrieg hervorheben und auch ein Zeichen in Richtung Europa setzen. Nicht an dieser Wende beteiligen sich die prorussischen Rebellen-Gebiete in der Ostukraine. So fand heute in der Rebellenhochburg Donezk auch eine eigene Militärparade statt. Aus Donezk berichtet unser Korrespondent Christian Wehrschütz:

Kultur und der Krieg in der Ostukraine

Radio
Kulturjournal
Der Österreicher Kurt Schmid hilft derzeit in der Ostukraine mit, das kulturelle Leben wieder aufzubauen. Schmid spielte bis zu seiner Pensionierung bei den Niederösterreichischen Tonkünstlern; 2002 kam er durch ein Gastspiel auch nach Lugansk und wurde dort dann musikalischer Leiter des Philharmonischen Orchesters. 12 Jahre dauerte sein Einsatz. Nun ist Lugansk seit Monaten in der Hand prorussischer Rebellen. Die Verwaltung des Bezirks übersiedelte daher in die 80 Kilometer nördlich gelegene Stadt Severodonezk. In der 120.000 Einwohner zählenden Stadt baut Schmid nun mit geflohenen Mitgliedern des Ensembles das Orchester wieder auf, das gestern sein erstes Konzert seit März des Vorjahres gegeben hat. Mit dabei war unser Korrespondent Christian Wehrschütz, hier sein Bericht:

Kurt Schmid und der kulturelle Wiederaufbau im Osten

Fernsehen
Heute Mittag
Der Österreicher Kurt Schmid hilft derzeit in der Ostukraine mit, das kulturelle Leben wieder aufzubauen. Schmid spielte bis zu seiner Pensionierung bei den Niederösterreichischen Tonkünstlern; 2002 kam er durch ein Gastspiel auch nach Lugansk und wurde dort dann musikalischer Leiter des Philharmonischen Orchesters. 12 Jahre dauerte sein Einsatz. Nun ist Lugansk seit Monaten in der Hand prorussischer Rebellen. Die Verwaltung des Bezirks übersiedelte daher in die 80 Kilometer nördlich gelegene Stadt Severodonezk. In der 120.000 Einwohner zählenden Stadt baut Schmid nun mit geflohenen Mitgliedern des Ensembles das Orchester wieder auf, das gestern sein erstes Konzert seit März des Vorjahres gegeben hat.

Die Toten von Odessa und das Versagen von Polizei und Justiz

Fernsehen
ZiB1
In der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist heute der Opfer der Ausschreitungen von vor einem Jahr gedacht worden. Bei Zusammenstößen zwischen prorussischen und proukrainischen Demonstranten starben 48 Personen. Die meisten Opfer gab es im Haus der Gewerkschaften, in dem etwa 300 prorussische Demonstranten vor den Angriffen ihrer Gegner Schutz gesucht hatten.

Jahrestag der 48 Opfer in Odessa

Radio
Ö1Ö2Ö3 NR
In der ukrainischen Hafenstadt Odessa wird heute der Opfer der Ausschreitungen von vor einem Jahr gedacht. Bei Zusammenstößen zwischen prorussischen und proukrainischen Demonstranten starben 48 Personen; aus Odessa berichtet Christian Wehrschütz:

48 Tote in Odessa und weiter keine Aufklärung

Radio
Mittagsjournal
Etwa 20 Meter vor dem ausgebrannten Haus der Gewerkschaften erinnern Bilder, Blumen und ein kleines Kreuz an die Opfer, die hier am Abend des 2. Mai zu Tode kamen. Der Platz ist von der Polizei gesperrt, doch Verwandte und Freunde dürfen passieren, um der Toten zu gedenken. Ihren Ausgang nahmen die Ereignisse aber nicht hier am Kulikowo Pole, sondern im Zentrum, wo es am Nachmittag das erste Todesopfer gab. In Odessas Hauptstraße, der Derebasowskaja Ulica, wurde ein 27-jähriger proukrainischer Aktivist erschossen. Amateurvideos zeigen, dass prorussische Demonstranten, von der Polizei ungehindert auf proukrainische Demonstranten feuerten. Sie waren am 2. Mai sehr stark in Odessa vertreten, weil an diesem Tag das Fußballspiel zwischen Tschornomorez Odessa und Metalist Charkiw stattfand, dessen Fanklub proukrainisch eingestellt ist. Insgesamt starben durch Schüsse sechs Personen, zwei proukrainische und vier prorussische Aktivisten. Die Ausschreitungen verlagerten sich dann zum Haus der Gewerkschaften, zur Zeltstadt der prorussischen Anhänger, die von ihren Gegnern gestürmt wurde. Etwa 300 Personen flüchteten in das Gebäude, das – vermutlich durch Molotow-Cocktails – in Brand geriet. 34 Personen starben im Gebäude, weitere acht stürzten in den Tod. Völlig versagt habe die Feuerwehr, betont die Journalistin Tatjana Gerasimowa:

Reformkonferenz in Kiew

Fernsehen
ZiB1
In Kiew wirbt die Regierung der kriegs- und krisengeschüttelten Ukraine um ausländische Investoren und um weitere Hilfe. Diesem Zweck diente heute auch die sogenannte Reformkonferenz, bei der Vertreter aus 58 Staaten anwesend waren. Sie versucht die Ukraine zu überzeugen, dass sie trotz des Krieges in der Ostukraine und trotz vieler früherer Lippenbekenntnisse es mit den Reformen ernst meint:

Reformkonferenz

Radio
J 18
In Kiew wirbt die Regierung der kriegs- und krisengeschüttelten Ukraine um ausländische Investoren und um weitere Hilfe. Diesem Zweck diente heute auch die sogenannte Reformkonferenz, bei der Vertreter aus 58 Staaten anwesend waren. Sie versucht die Ukraine zu überzeugen, dass sie trotz des Krieges in der Ostukraine und trotz vieler früherer Lippenbekenntnisse es mit den Reformen ernst meint. Aus Kiew berichtet Christian Wehrschütz:

Bericht 1021 bis 1030 von 1344

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