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20260818 ORFIII Brigade Spartaner Kampf gegen Drohnen in der Praxis Wehrsch

Fernsehen
ORFIII
Berichte Ukraine

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus der Ukraine

Insert1: Ken (Kampfname), Ausbildner der Brigade „Spartaner“

Insert2: Martin (Kampfname), Ausbildner der Brigade „Spartaner“

Insert3: Rudi (Kampfname), Drohnenpilot der Brigade „Spartaner“

Insert4: Rudi (Kampfname), Drohnenpilot der Brigade „Spartaner“

Insert5: Julia, Presseoffizierin der Brigade „Spartaner“

Gesamtlänge: 4’09

Ein improvisierter Truppenübungsplatz der Brigade Spartaner in der Ostukraine; die Soldaten und ich werden in die verschiedenen Drohnen eingewiesen, die es zu bekämpfen gilt. Decken ist besser als Schießen, lautet ein Grundsatz; doch das ist nicht immer möglich; warum verwendet die Brigade keine Pistolen, die Netze verschießen, frage ich:

Ken 0’43:
„Man muss sie mindestens 20-30 Meter nah heranlassen. Das kann Leben retten, wenn du sie abschießt, aber die Trümmer können dich treffen. Beim Schießen mit dem Netzwerfer, hat die Drohne noch eine Trägheit und kann sogar bis zu dir fliegen und detonieren oder auch nicht. Das ist Glückssache. Deshalb ist es am besten, mit der Kalaschnikow abzuschießen.“

Aber auch mit der Kalaschnikow ist eine FPV-Drohne nicht leicht zu treffen, die mehr als 100 Kilometer pro Stunde fliegen kann. Auch für passable Schützen und Reserveoffiziere des Bundesheeres ist das Treffen eine Herausforderung, wobei wir als Journalisten im Einsatz natürlich keine Waffen haben und so ungeschützt sind.

Geübt wird das Abschießen von Drohnen auch mit Tontauben; sie sind kleiner, langsamer, aber kürzer in der Luft und auch billiger als Drohnen. Die Soldaten treffen recht gut, wobei der Ausbildner folgenden Tipp gibt:

Martin 0:28
„Zielt unter die Tontaube, denn wenn sie fliegt, sinkt sie langsam. Und wenn ihr schießt, wird eure Waffe durch die Trägheit etwas nach oben gehen. Dann trefft ihr das Ziel.“

Unbewaffnet in Kriegsgebieten unterwegs sind Korrespondenten und ihre Teams.

Unsere Splitterschutzwesten und Helme sind das Einzige, was wir Journalisten haben; nach der Adjustierung geht es im gepanzerten Fahrzeug zum Unterstand im offenen Gelände; dort ist moderne Technik im Einsatz, um Drohnen zu bekämpfen. Die Zielerfassung erfolgt am Computer, Starlink, das Satelliten-Internetsystem von Elon Musk, ist das Rückgrat des Kampfes. Gesichter und Bildschirme dürfen aus Sicherheitsgründen nur sehr beschränkt gezeigt werden. Zum Einsatz kommen Senkrechtstarter ebenso wie andere Modelle und auch einfache FPV-Drohnen, die die Soldaten selbst auf den Einsatz vorbereiten.

Wie schwierig ist es, eine russische Schahid-Drohne abzuschießen?

Franz (2) 10:36
„Die Schwierigkeit besteht darin, dass sie sehr schnell sind. Man muss schnell reagieren. Schnell starten. Sie fliegen mit 400 km/h, zum Beispiel. Sie sind hier, und in einer Sekunde sind sie schon dort. Deshalb ist es leider schwierig, sie abzuschießen, weil sie einen Turbinenantrieb haben. Das Schwierigste ist, sie einzuholen.“

Wie lange dauerte Deine Ausbildung, frage ich den 24-jährigen?

9:20
„Ich diente vorher in der Flugabwehr. Dann bekam ich das Angebot, zur Ausbildung zu gehen; die dauerte zwei Monate. Hauptsächlich lernt man zwei Monate lang, um Pilot zu werden. Und das war's.“

Julia, die Presseoffizierin der Brigade Spartaner ist die Einzige, die wir ohne besondere Vorkehrungen filmen dürfen. Dienen in der Brigade Frauen auch in anderen Funktionen?

Julia 5:27
„Ja, wir haben genug Frauen, die hauptsächlich als Sanitäter arbeiten. Außerdem haben wir Mädchen, die Drohnen bedienen. Das heißt, in unserer Brigade, wie vermutlich in allen Brigaden, gibt es keine geschlechtsspezifischen Probleme. Frauen kommen zu uns, sie dienen, und sie werden wie Schwestern behandelt.“

Die Gruppe ist klein, die in diesem Unterstand oft wochenlang im Einsatz ist; Die Mahlzeiten sind einfach, die Waschgelegenheiten sind beschränkt, die Feldbetten sind hart, doch die Erfüllung des Auftrages dominiert alles. Von allen geliebt wird der kleine Hund Nika; er ist das Maskottchen des Teams, das kaum ins Freie kommt, um dem Feind keine geographischen Anhaltspunkte zu bieten.