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20250610 ZiB2 Evakuierung aus der Frontnähe bei Sumi Wehrsch Mod

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ZiB2
Berichte Ukraine

Russland hat seit einigen Wochen auch mit massiven Angriffen im Norden der Ukraine, im Oblast Sumi, begonnen. Der Vormarsch erfolgt bisher auf breiterer Front, langsam, aber stetig. Kiew und die Kreishauptstadt Sumi haben daher die Evakuierung von 213 Siedlungen im Grenzgebiet zu Russland angekündigt. Bis zu 55.000 Zivilisten wurden bereits evakuiert; derart gefährliche Einsätze führt auch die ukrainische Polizei durch; sie unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz auf derartigen Einsätzen begleitet:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus dem Oblast Sumi

Insert1: Serhij, Oberstleutnant der ukrainischen Polizei

Insert2: Serhij und Nina, Flüchtlinge aus dem Dorf Jastribine

Gesamtlänge: 1’42

„Weiße Engel“ heißt die Polizeieinheit, die im Oblast Sumi Zivilisten aus frontnahen Gebieten evakuiert. Ihr Auto ist mit Starlink ausgestattet und innen gepanzert; Serhij hat ein spezielles Gewehr, das Drohnen bekämpfen kann, doch noch wichtiger ist dieser kleine Apparat:

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„Damit können wir das Videosignal von Drohnen abfangen. Das heißt, wir haben eine Vorstellung von der Flugbahn und ungefähr welche Drohne es ist. Dann ergreifen wir bestimmte Sicherheitsmaßnahmen, um eine Begegnung mit ihr zu vermeiden.“

Analysen zeigten, dass die Überlebenschancen bei der Begegnung mit einer feindlichen FPV-Drohne im Freien sehr gering sind. Daher sind diese Netze über diese Straße gespannt, um den Anflug unmöglich zu machen. Evakuiert wird als erstes eine alte Frau, die wegen eines Oberschenkelbruchs nicht gehen kann. Zurück in Sumi wird sie in dieses Aufnahmezentrum gebracht, die erste Anlaufstelle für Binnenflüchtlinge. Bei dieser zerstörten Brücke erfolgt die zweite Evakuierung; die Flüchtlinge brachten Soldaten von ihrem Dorf zum Treffpunkt; es liegt etwa fünf Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Die Bewohner der Region leben vorwiegend von der Landwirtschaft:

4:21

„Schweine, Kühe, Traktoren und Felder und Arbeit, alles war da. Jetzt haben sie alles zerstört. Und jetzt sind die Felder verwüstet.“

Serhijs Frau lebt in der Stadt Sumi; dort wird auch er nun wohnen. Wie lange hängt wohl vom Kriegsverlauf ab, denn die Front ist nur mehr 20 Kilometer entfern.

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