Warum keine Hoffnung auf Verhandlungen in der Ukraine

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2022-08-20 19:00

Einleitung

Im Krieg in der Ukraine sprechen weiter vor allem die Waffen; Hoffnung auf Vernunft gibt es aber beim Atomkraftwerk Saporischje; denn nach der Ukraine hat nun auch Russland einer internationalen Inspektion zugestimmt. Wann und wir rasch diese Staatfinden wird, bleibt abzuwarten. Klar ist allerdings, dass der Krieg an allen Fronten weitergeht; während die Zivilbevölkerung leidet, sind die Positionen Moskaus und Kiews so weit entfernt, dass Friedensgespräche nicht in Sicht sind:

Detail

Im Krieg in der Ukraine sprechen weiter vor allem die Waffen; Hoffnung auf Vernunft gibt es aber beim Atomkraftwerk Saporischje; denn nach der Ukraine hat nun auch Russland einer internationalen Inspektion zugestimmt. Wann und wir rasch diese Staatfinden wird, bleibt abzuwarten. Klar ist allerdings, dass der Krieg an allen Fronten weitergeht; während die Zivilbevölkerung leidet, sind die Positionen Moskaus und Kiews so weit entfernt, dass Friedensgespräche nicht in Sicht sind: Berichtsinsert: Christian Wehrschütz Insert1: Martin Sajdik, ehemaliger Chefvermittler bei den Friedensgesprächen in Minsk Insert2: Martin Sajdik, ehemaliger Chefvermittler bei den Friedensgesprächen in Minsk Gesamtlänge: 1’47 Das Dorf Kamenkoje liegt auf ukrainischer Seite unmittelbar an der Frontlinie. Bei meinem Besuch traf ich dort vor wenigen Wochen auch den Pfarrer einer evangelischen Gemeinde. Wir blieben in Verbindung, und er sandte mir jüngst dieses Video, das zeigt, was Artilleriebeschuss bedeutet: … Seinen Galgenhumor verlor der Pfarrer noch nicht; so sagte er nach dem russischen Beschuss – jetzt haben Sie mein Plumpsklo ebenso denazifiziert wie meine Apfelbäume. … Gravierende Veränderungen der Frontlinie gab es in den vergangenen Wochen nicht; völlig blockiert sind auch Friedensverhandlungen: 6'51'6 - Keine Friedensverhandlungen - 7'14 "Derzeit - wie wir alle wissen - besetzt Russland ... minus 20 Prozent." 4 Jahre lang war Martin Sajdik Chefvermittler bei den Friedensgesprächen für die Ostukraine in Minsk in Weißrussland. Diese Gespräche sind seit Kriegs-beginn Ende Februar tot; die Notwendigkeit eines Vermittlers aber bleibt: Martin Sajdik 1'47'6 - Lehren aus Minsk Mediator - 1'57'7 "Wenn Verhandlungen ... Mediators sein." So erreichten UNO und Türkei, dass nun das Atomkraftwerk Saporischije internationale Experten besichtigen sollen. Ob dieser Vermittlungserfolg Anlass zu mehr Optimismus bieten kann, ist fraglich.