Die Integration von Donezk in RF

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2021-12-02 19:30

Einleitung

Vor mehr als sieben Jahren begann der Krieg in der Ostukraine; knapp drei Jahre später verhängte dann Kiew eine Wirtschaftsblockade gegen Betriebe in den Separatistengebieten. Spätestens seit damals werden Donezk und Lugansk immer stärker in Russland integriert, vom Rubel als Zahlungsmittel, von der Ausgabe russischer Pässe bis hin völligen Umorientierung der Warenströme. Jüngst hat nun Vladimir Putin auch Zölle und Gebühren für Betriebe aus diesen Gebieten aufgehoben, ein weiterer Schritt, der die Reintegration in die Ukraine immer unwahrscheinlicher macht.

Detail

Vor mehr als sieben Jahren begann der Krieg in der Ostukraine; knapp drei Jahre später verhängte dann Kiew eine Wirtschaftsblockade gegen Betriebe in den Separatistengebieten. Spätestens seit damals werden Donezk und Lugansk immer stärker in Russland integriert, vom Rubel als Zahlungsmittel, von der Ausgabe russischer Pässe bis hin völligen Umorientierung der Warenströme. Jüngst hat nun Vladimir Putin auch Zölle und Gebühren für Betriebe aus diesen Gebieten aufgehoben, ein weiterer Schritt, der die Reintegration in die Ukraine immer unwahrscheinlicher macht.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Donezk

Insert1: Denis Puschilin, Oberhaupt der sogenannten „Volksrepublik von Donezk“

Gesamtlänge: 1’29

Über dem Lenin-Platz weht die russische Flagge und auch sonst ist die pro-russische Orientierung im Stadtzentrum deutlich sichtbar. „Wir sind der russische Donbass“ steht auf diesem Plakat, und von diesem Busbahnhof fahren täglich 20 Busse allein nach Moskau und Rostow am Don. Viele Menschen arbeiten in Russland, doch nun sollen auch Betriebe am russischen Markt bessere Chancen bekommen. Sie hat Vladimir Putin mit einem Erlass deutlich erhöht, der auch die Aufhebung von Einführzöllen vorsieht:

„In der Praxis heißt das, dass unsere Betriebe gleichberechtigt mit russischen Firmen an staatlichen und kommunalen Einkäufen teilzunehmen. Außerdem kann man auf dem russischen Markt ohne zusätzliche Gebühren, Quoten und so weiter präsent sein. Anderseits können wir direkt Rohstoffe importieren, die unseren Firmen fehlten. Dem Wesen nach streckt Russland nun seine Hand aus, und gibt unseren Betrieben all die Möglichkeiten, die uns die Ukraine durch ihre Blockade entzogen hat.“

Auch die Corona-Pandemie verstärkt das Trennende. In Donezk ist nur der russische Impfstoff Sputnik zugelassen, der auf ukrainisch kontrolliertem Territorium nicht verwendet werden darf. Weitgehend verweist sind die Übergänge über die Frontlinie, denn seit Beginn der Pandemie ist ein Passieren nur mehr mit einer Sondergenehmigung möglich.