Selenskij Rede im Parlament

Ukraine / Radio / J18 / 2021-12-01 18:00

Einleitung

In der Ukraine hat Präsident Volodimir Selenskij heute seine alljährliche Rede an die Nation gehalten. Sie stand heute ganz besonders im Zeichen des 30. Jahrestages des Referendums, bei dem eine überwältigende Mehrheit der Ukrainer für die Unabhängigkeit des Landes gestimmt hat. Die Rede gehört hat unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz, hier sein Bericht:

Detail

In der Ukraine hat Präsident Volodimir Selenskij heute seine alljährliche Rede an die Nation gehalten. Sie stand heute ganz besonders im Zeichen des 30. Jahrestages des Referendums, bei dem eine überwältigende Mehrheit der Ukrainer für die Unabhängigkeit des Landes gestimmt hat. Die Rede gehört hat unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz, hier sein Bericht:

Das Unabhängigkeitsreferendum vor 30 Jahren war ganz entscheidender Schritt für den Zerfall der Sowjetunion, der noch im Dezember 1991 endgültig besiegelt wurde. Präsident Volodimir Selenskij betonte in seiner Rede vor dem Parlament in Kiew, dass damals auch die Halbinsel Krim und die Ostukraine für die Unabhängigkeit gestimmt hätten. Zur Entwicklung seit damals sagte er:

„Vor 30 Jahren haben wir einen großen Schritt getan, doch wir bauten nicht die Unabhängigkeit, und das heißt unabhängig von äußerem Einfluss und Interessen. Wir bauten kein Land, wo das Gesetz für alle ist und alles regelt, und nicht einer alles regelt und für alle anderen das Gesetz ist.“

Dieser Zustand habe sich unter seiner Präsidentschaft geändert sagte Selenskij. Zum Krieg in der Ostukraine betonte der Präsident die Bedeutung der eigenen Armee aber von direkten Gesprächen mit Vladimir Putin:

"Wir müssen bekennen, dass wir ohne unsere Truppen den Krieg nicht beenden können. Wir müssen die Wahrheit sagen, dass wir den Krieg ohne direkte Verhandlungen mit Russland nicht beenden können, und dies ist heute bereits von allen externen Partnern anerkannt worden.“

Selenskij verwies auf die zahlreichen Militärübungen, die die Ukraine auch im kommenden Jahr mit NATO-Staaten durchführen wird.