COVID hat Ukraine fest im Griff

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2021-03-27 19:30

Einleitung

In der Ukraine hat die Corona-Pandemie einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht. In den vergangenen drei Tagen starben jeden Tag mehr als 330 Personen. Ein Rekord wurde am Mittwoch auch mit mehr als 18.000 Neuinfektionen erreicht. Gering ist dagegen die Durchimpfungsrate; In dem Land mit mehr als 36 Millionen Einwohnern erhielten bisher weniger als 200.000 Personen die erste Dosis. In 13 von 25 Bezirken, darunter auch in Kiew, gilt ein Lock down.

Detail

In der Ukraine hat die Corona-Pandemie einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht. In den vergangenen drei Tagen starben jeden Tag mehr als 330 Personen. Ein Rekord wurde am Mittwoch auch mit mehr als 18.000 Neuinfektionen erreicht. Gering ist dagegen die Durchimpfungsrate; In dem Land mit mehr als 36 Millionen Einwohnern erhielten bisher weniger als 200.000 Personen die erste Dosis. In 13 von 25 Bezirken, darunter auch in Kiew, gilt ein Lock down.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Kiew

Inserts: Fedir Lapij, Expertengruppe für die Prophylaxe in der Ukraine

Gesamtlänge: 1’33

Corona hat die Ukraine fest im Griff. Die Disziplin der Bevölkerung ist mangelhaft, die Kontrollen ebenfalls. Trotz Lock Down haben Restaurants für Stammgäste geöffnet, die das Lokal eben durch den Hintereingang betreten und bei zugezogenen Vorhängen essen. Sehr niedrig ist die Impfrate, obwohl die Pharmafirmen auch bei der Ukraine um Vorbestellungen angefragt haben:

" Warum keine Antwort im Sommer erfolgte, weiß ich nicht. Möglich ist, dass es an der Koordination zwischen den Ministerien fehlte. Möglich ist auch eine Verbindung mit den Lokalwahlen im Herbst. Denn im COVID-Fonds waren zwei Milliarden Euro bereitgestellt. Doch dieses Geld wurde vor allem für den Straßenbau verwendet."

Groß ist die Impfskepsis auch beim medizinischen Personal; die Bereitschaft sich impfen zu lassen liegt nach Umfragen in der Bevölkerung bestenfalls bei 50 Prozent. Große Probleme gibt es auch bei der Behandlung von Patienten:

„Die Krankenhäuser sind jetzt sehr stark ausgelastet, und es ist schwierig Plätze für eine künstliche Beatmung zu finden. Eine Hospitalisierung erfolgt de facto, wenn ein Bett durch den Tod eines Patienten frei wird.“

Hinzu kommt der Mangel an medizinischem Personal:

„Es gibt einen starken Abgang etwa nach Polen, das sehr gerne Fachkräfte aus der Ukraine aufnimmt. Jetzt geht es nicht nur um Sauerstoff und stark steigende Patientenzahlen, sondern es gibt auch ein Defizit an medizinischen Fachkräften."

Ob und wann die Ukraine die Corona-Krise in den Griff bekommen wird, steht somit in den Sternen.