Ukraine und COVID und soziale Krise

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2020-12-13 19:30

Einleitung

Auch die Ukraine hat die Corona-Pandemie fest im Griff. Seit Beginn erkranken mehr als 800.000 Personen, die Hälfte wurde geheilt. Mit mehr als 26.000 Infizierten ist auch die Zahl der Betroffenen beim Krankenhauspersonal sehr hoch. Drastisch sind auch die sozialen Folgen; nach eine Studie des UNDP, der UNO-Entwicklungsorganisation sind neun Millionen Ukrainer von Armut bedroht.

Detail

Auch die Ukraine hat die Corona-Pandemie fest im Griff. Seit Beginn erkranken mehr als 800.000 Personen, die Hälfte wurde geheilt. Mit mehr als 26.000 Infizierten ist auch die Zahl der Betroffenen beim Krankenhauspersonal sehr hoch. Drastisch sind auch die sozialen Folgen; nach eine Studie des UNDP, der UNO-Entwicklungsorganisation sind neun Millionen Ukrainer von Armut bedroht.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Kiew

Insert1: Ildar Gazizullin , Chefvolkswirt des UNDP in der Ukraine

Insert2: Fedir Lapij, Immunologe in Kiew

Gesamtlänge: 1’31

Vorweihnachtlich präsentiert sich bereit die ukrainische Hauptstadt. Doch nicht nur die fehlende Salzstreuung erschwert dieser Tage das Leben der Bürger, sondern auch die sozialen Folgen der Corona-Krise. Im Einzelhandel und in Klein und Mittelbetrieben arbeiten 60 Prozent aller Beschäftigten, mehr als ein Drittel davon schwarz. Für sie gibt es kein soziales Netz, doch die spürbaren Folgen des ersten Lock down haben noch andere Gründe:

Gazizulin: 7'43 - Folgen des ersten Lockdown, Qualifikation - 8'28,

" Etwa 20 Prozent der Beschäftigten haben nur eine geringe Qualifikation; das bedeutet, dass viele einfach nicht von zu Hause arbeiten können."

16'06 - Keine Reserven - 16'30'8

"Hinzu kommt, dass nur wenige Ukrainer ein Bankkonto oder Ersparnisse haben; das macht sie noch verletzlicher, wenn das Einkommen sinkt oder unerwartete Ausgaben anfallen, etwa für die Gesundheit."

Hoch ist weiter die Zahl der Corona-Fälle, doch wirklich seriöse Statistiken fehlen; kein Zweifel besteht an der massiven Belastung des Gesundheitswesens:

Lapij 16'53'6 - Lage in Krankenhäusern - 18'36

"Vor einem Monat konnte man noch von einer Katastrophe sprechen; damals waren viele Krankenhäuser überfüllt und der Mangel an Sauerstoff war groß. Ich kann nicht sagen, dass die Lage jetzt besser geworden ist, doch sie hat sich etwas gebessert."

Nach dem Orthodoxen Weihnachtsfest ist im Jänner ein scharfer Lock down geplant. Die Aussichten auf eine rasche Besserung der Gesamtlage sind eher trübe.