Weiterer Rückschlag für Frieden in Ostukraine

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2020-05-01 19:30

Einleitung

Er ist schon fast vergessen, der Krieg in der Ostukraine, der bereits sechs Jahre dauert. Doch die Bevölkerung auf beiden Seiten der Frontlinie leidet weiter unter dem Krieg, und in den prorussischen Rebellengebieten von Lugansk und Donezk erschwert nun noch das Corona-Virus das Leben der Zivilbevölkerung. Gestern versuchten die Außenminister Russlands, der Ukraine, Deutschlands und Frankreichs einen neuen Anlauf für Frieden, doch eine glaubhafte Perspektive auf Frieden wurde nicht erreicht:

Detail

Er ist schon fast vergessen, der Krieg in der Ostukraine, der bereits sechs Jahre dauert. Doch die Bevölkerung auf beiden Seiten der Frontlinie leidet weiter unter dem Krieg, und in den prorussischen Rebellengebieten von Lugansk und Donezk erschwert nun noch das Corona-Virus das Leben der Zivilbevölkerung. Gestern versuchten die Außenminister Russlands, der Ukraine, Deutschlands und Frankreichs einen neuen Anlauf für Frieden, doch eine glaubhafte Perspektive auf Frieden wurde nicht erreicht:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz

Insert1: Cyril Jaurena, Vertreter des IKRK in Donezk

Gesamtlänge: 1’27

Wegen der Corona-Krise sind Schulen in den prorussischen Rebellengebieten geschlossen; beschossen werden sie trotzdem wie hier an der Frontlinie in Solote-5. Die Fenster wurden schon mehrfach erneuert; beschädigt wurde auch dieser Monitor in der Computer-Klasse. Gebrochen wird die Waffenruhe von beiden Seiten. Diese zwei Frauen hausen im Keller; auskommen müssen sie mit minimaler Sozialhilfe; an den Wänden kleben auch Warnungen vor dem Virus:

Frau1:

„Unsere Häuser sind schwer beschädigt; und jetzt noch das Corona Virus; wir hoffen, dass es besser wird.“

Hilfe leistet das Internationale Rote Kreuz; durch das Virus wurde die Lage noch schlimmer:

6'21 - Lage und COVID19 - 7'10

"Wir haben hier zumeist ältere Menschen, die die meiste Zeit für die Ukraine gearbeitet haben. Sie mussten die Frontlinie queren, um ihre Pensionen zu bekommen. Jetzt sind die Übergänge geschlossen, und diese Menschen haben einen großen Teil ihres Einkommens verloren. "

Die Bewegungsfreiheit des Roten Kreuzes ist weiterhin eingeschränkt, trotz gegenteiliger Vereinbarungen beim Ukraine-Gipfel im Dezember. Vor allem die Rebellengebiete um Lugansk brauchen dringend zusätzliche Übergänge; denn derzeit ist nur eine Fußgängerbrücke passierbar. Doch auf weitere zwei Übergänge konnte man sich bisher nicht einigen, denn das Schicksal der Zivilbevölkerung spielt auch in diesem Krieg nur eine untergeordnete Rolle.