Erdrutschsieg für Selenskij

Ukraine / Fernsehen / ZiB9 / 2019-07-22 09:00

Einleitung

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in der Ukraine hat die Partei von Volodimir Selenskij den erwarteten Erdrutschsieg eingefahren. Seine Partei wurde mit 44 Prozent klar stimmenstärkste Kraft. Zweitstärkste Partei wurde mit 12 Prozent eine prorussische Partei gefolgt von drei prowestlichen Parteien. Insgesamt schafften fünf Parteien den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Noch keine Ergebnisse liegen zu den Einerwahlkreisen vor, in denen fast die Hälfte der 424Abgeordnete gewählt werden.

Detail

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in der Ukraine hat die Partei von Volodimir Selenskij den erwarteten Erdrutschsieg eingefahren. Seine Partei wurde mit 44 Prozent klar stimmenstärkste Kraft. Zweitstärkste Partei wurde mit 12 Prozent eine prorussische Partei gefolgt von drei prowestlichen Parteien. Insgesamt schafften fünf Parteien den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Noch keine Ergebnisse liegen zu den Einerwahlkreisen vor, in denen fast die Hälfte der 424Abgeordnete gewählt werden.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Kiew

Insert1: Volodimir Selenskij, Präsident der Ukraine

Insert2: Michail Ochendowskij, ehemaliger Leiter der Wahlbehörde

Gesamtlänge: 1’20

Countdown für Volodimir Selenskij zum nächsten Sieg … So blass die Bilder auf dem Bildschirm waren, so klar war das Ergebnis. Die Partei des Präsidenten wird das Parlament klar dominieren. Ministerpräsident soll ein Wirtschaftsexperte werden, die Ziele aber gibt Selenskij vor:

„Prioritäten sind die Beendigung des Krieges und die Freilassung unserer Gefangenen sowie der Sieg über die Korruption. Wir werden die Partei von Swjatoslaw Vakartschuk zu Koalitionsgesprächen einladen.“

Der Rockstar Swjatoslaw Vakartschuk erreichte mit seiner Partei „Stimme“ sechs Prozent. Auch für ihn ist die Modernisierung der Ukraine das zentrale Ziel. Doch zunächst heißt es warten auf die Ergebnisse in den Einerwahlkreisen; ein klares Bild über die Zusammensetzung des Parlaments könnte erst in zehn Tagen vorliegen:

"In diesen Einerwahlkreisen kommt es zu den meisten Einsprüchen gegen das Ergebnis, weil Kandidaten der Versuchung nicht widerstehen können, illegale Wahlwerbung zu betreiben und auch versuchen gesetzwidrigen Einfluss auf die Wahl auszuüben.“