Ukraine wählt neues Parlament

Ukraine / Radio / SoJ / 2019-07-21 07:00

Einleitung

In der Ukraine finden heute vorgezogene Parlamentswahlen statt. Angeordnet hat sie Volodimir Selenskij, der vor drei Monaten mit einem Erdrutschsieg die Präsidentenwahl gegen Petro Poroschenko gewonnen hat. Nach Umfragen hat Selenskij auch heute gute Chancen, mit seiner neuen Partei einen massiven Sieg einzufahren. In Reichweite könnte sogar die absolute Mehrheit sein. Stimmberechtigt sind morgen etwa 30 Millionen Ukrainer:

Detail

In der Ukraine finden heute vorgezogene Parlamentswahlen statt. Angeordnet hat sie Volodimir Selenskij, der vor drei Monaten mit einem Erdrutschsieg die Präsidentenwahl gegen Petro Poroschenko gewonnen hat. Nach Umfragen hat Selenskij auch heute gute Chancen, mit seiner neuen Partei einen massiven Sieg einzufahren. In Reichweite könnte sogar die absolute Mehrheit sein. Stimmberechtigt sind morgen etwa 30 Millionen Ukrainer:

Das ukrainische Parlament zählt 450 Abgeordnete, jeweils die Hälfte wird über Parteilisten und in Einerwahlkreisen mit Mehrheitswahlrecht gewählt. Wegen der russischen Annexion der Halbinsel Krim und wegen des Kriegs in der Ostukraine werden aber nur 423 Abgeordnete gewählt, davon 198 in den Einerwahlkreisen. Nach Umfragen kann die Partei von Präsident Volodimir Selenskij, „Diener des Volkes“ bei den Parteilisten mit mehr als 40 Prozent der Stimmen rechnen; die absolute Mehrheit hängt somit davon ab, wie viele Einerwahlkreise diese Partei gewinnen kann. Auf Platz zwei soll mit klarem Respektsabstand die prorussische Partei „Für das Leben“ liegen, der mehr als 10 Prozent vorausgesagt werden. Dahinter rittern drei prowestliche Parteien um Platz drei; die Nationalisten unter Ex-Präsident Petro Poroschenko, die Vaterlandspartei der ehemaligen Ministerpräsidenten Julia Timoschenko und der populäre Rocksänger Swajtoslaw Wakartschuk mit seiner Partei „Stimme“. Insgesamt treten 65 Parteien an, doch nur etwa sieben haben die Chance, die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden, die für den Einzug in das Parlament gilt. Die Wahllokale schließen um 19 Uhr; Nachwahlbefragungen werden sofort danach vorliegen.