Truppenentflechtung und Lage an den Übergängen in der Ostukraine

Ukraine / Fernsehen / ZiB1 / 2019-06-29 19:30

Einleitung

Im Osten der Ukraine haben die Konfliktparteien mit dem Abzug von Truppen und schweren Waffen bei der Ortschaft Staniza Luganska im Gebiet der prorussischen Rebellenhochburg Lugansk begonnen. Die Truppenentflechtung wird von Beobachtern der OSZE überwacht und soll binnen drei Tagen abgeschlossen sein. Diese Entflechtung wurde bereits vor drei Jahren vereinbart aber nicht umgesetzt. Der Abzug weckt Hoffnungen, dass das passieren der Fronlinie insgesamt leichter werden können. Pro Tag passieren etwa 30.000 Personen die fünf Übergänge in der Ostukraine:

Detail

Im Osten der Ukraine haben die Konfliktparteien mit dem Abzug von Truppen und schweren Waffen bei der Ortschaft Staniza Luganska im Gebiet der prorussischen Rebellenhochburg Lugansk begonnen. Die Truppenentflechtung wird von Beobachtern der OSZE überwacht und soll binnen drei Tagen abgeschlossen sein. Diese Entflechtung wurde bereits vor drei Jahren vereinbart aber nicht umgesetzt. Der Abzug weckt Hoffnungen, dass das passieren der Fronlinie insgesamt leichter werden können. Pro Tag passieren etwa 30.000 Personen die fünf Übergänge in der Ostukraine:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus der Ostukraine

Insert1: Archivbilder des Übergangs

Insert2: Olga (69) Pensionistin aus Donezk

Aufsager: Christian Wehrschütz aus dem Kriegsgebiet in der Ostukraine

Gesamtlänge: 1’27

Stanica Luganska liegt etwa 20 Kilometer von der Rebellenhochburg Lugansk entfernt; der einzige Übergang an diesem Abschnitt der Front ist nur zu Fuß passierbar; die Brücke wurde im Krieg zerstört, nur ein schmaler Steg dient als Übergang. Die nun vorgenommene Truppenentflechtung weckt zum ersten Mal seit drei Jahren Hoffnungen, dass die Brücke wieder aufgebaut werden könnte. Einen der anderen vier Übergänge nutzen derzeit viele Bewohner, um mit einem Fahrzeug auf ukrainisches Territorium oder zurück in die Rebellengebiete zu kommen. Vor allem bei den Rebellen sind die Staus oft besonders lange:

"Das ist unterschiedlich, manches Mal geht es schnell, manches Mal dauert die Reise einen ganzen Tag."

Das Leben an der Frontlinie ist aber noch viel beschwerlicher und gefährlicher. Der ständige Artilleriebeschuss hat viele Häuser und Geschäfte zerstört, viele Felder sind vermint, und wenigen verbliebenen Bewohner sind oft auf humanitäre Hilfe angewiesen, weil auch die Lieferung von Waren gefährlich ist.