Slowenien vor der Parlamentswahl

Slowenien / Fernsehen / ZiB1 / 2022-04-23 19:30

Einleitung

In Slowenien wird heute das Parlament neu gewählt. Um die Stimmen der 1,7 Millionen Wahlberechtigten werben 20 Parteien; es gilt eine Vier-Prozent-Sperrklausel für den Einzug ins Parlament. Umfragen sagen ein sehr knappes Rennen zwischen Ministerpräsidenten Janez Jansa und dem Quereinsteiger Robert Gollob voraus, der die sogenannte Freiheitsbewegung“ anführt. Gollob leitete lange einen Stromkonzern; er will die erneuerbare Energie ausbauen, die Kernkraft aber beibehalten. Im Wahlkampffinale war Gollob durch seine Corona-Infektion behindert.

Detail

In Slowenien wird heute das Parlament neu gewählt. Um die Stimmen der 1,7 Millionen Wahlberechtigten werben 20 Parteien; es gilt eine Vier-Prozent-Sperrklausel für den Einzug ins Parlament. Umfragen sagen ein sehr knappes Rennen zwischen Ministerpräsidenten Janez Jansa und dem Quereinsteiger Robert Gollob voraus, der die sogenannte Freiheitsbewegung“ anführt. Gollob leitete lange einen Stromkonzern; er will die erneuerbare Energie ausbauen, die Kernkraft aber beibehalten. Im Wahlkampffinale war Gollob durch seine Corona-Infektion behindert.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Slowenien

Insert1: Marta Kos, ehemalige Botschafterin und Mitglied der „Freiheitsbewegung“

Gesamtlänge: 1‘24

Demonstrationen begleiteten die Amtszeit von Ministerpräsident Janez Jansa; mehr als 100 fanden gegen ihn statt – die letzte gestern in der Hauptstadt Laibach. Jansa wird vorgeworfen, Demokratie und Medienfreiheit beseitigen zu wollen. Er weist diese Vorwürfe zurück und warb für Stabilität und Kontinuität. Als Kontrapunkt präsentierte sich die „Freiheitsbewegung“ von Robert Gollob, die nicht nur mit dem Autobus unterwegs war. In Laibach hielt sie sogar eine Turnstunde als Veranstaltung im Wahlkampf ab; viele Slowenen suchen vor jeder Wahl nach einem Anti-Jansa; wird Robort Gollob ebenso scheitern wie die bisherigen Hoffnungsträger?

15’12 – 15‘35‘5

"Die Unfähigkeit der bestehenden ... in einer Koalition benimmt."

Eine gewichtige Rolle wird das Abschneiden der Kleinparteien spielen; die Mehrheit von ihnen will mit der Freiheitsbewegung koalieren, doch einige liegen knapp an der Vier-Prozent-Hürde.