Slowenien und der Tourismus

Slowenien / Fernsehen / Dobar Dan Koroska / 2021-06-12 12:00

Einleitung

Österreicher zählen zu den wichtigsten Touristen in Slowenien. Derzeit ist eine Einreise grundsätzlich frei möglich, wenn der Tourist beweisen kann, dass er die vergangenen fünf Tage zuvor in Österreich war; hinzu kommt entweder die Vorlage eines PCR- oder Schnelltests, Beweis für eine Impfung mit einem von der EU anerkannten Serum oder der Nachweis, dass die Genesung von Corona nicht länger als sechs Monate zurückliegt. Ausnahmen gelten für Tirol und Vorarlberg, die als Rote Regionen gelten. Die Corona-Lage selbst wird in Slowenien langsam besser; weit hinten liegt das Land mit der Durchimpfung; erst 42 Prozent der Bevölkerung haben die erste Dosis erhalten. Trotz allem hofft Slowenien auf eine bessere

Detail

Österreicher zählen zu den wichtigsten Touristen in Slowenien. Derzeit ist eine Einreise grundsätzlich frei möglich, wenn der Tourist beweisen kann, dass er die vergangenen fünf Tage zuvor in Österreich war; hinzu kommt entweder die Vorlage eines PCR- oder Schnelltests, Beweis für eine Impfung mit einem von der EU anerkannten Serum oder der Nachweis, dass die Genesung von Corona nicht länger als sechs Monate zurückliegt. Ausnahmen gelten für Tirol und Vorarlberg, die als Rote Regionen gelten. Die Corona-Lage selbst wird in Slowenien langsam besser; weit hinten liegt das Land mit der Durchimpfung; erst 42 Prozent der Bevölkerung haben die erste Dosis erhalten. Trotz allem hofft Slowenien auf eine bessere Tourismus-Saison, vor allem dort, wo Sport individuell und im Freien durchgeführt werden kann.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Slowenien

Kamera: Andrej Suvacarov, Schnitt: Mica Vasiljevic

Insert1: Viljam Kvalic, Direktor des Tourismusverbandes des Soca-Tales

Insert2: Ales Hvala Hotelbesitzer in Kobarit

Insert3: Ales Hvala Hotelbesitzer in Kobarit

Insert4: Janko Bostjancic, Direktor des Militärmuseums

Gesamtlänge: 4`03

Mit seinen Naturschönheiten und den vielen sportlichen Möglichkeiten wirbt der Tourismusverband des Soca-Tals um Gäste aus aller Welt. 2019 kamen Gäste aus mehr als 60 Staaten hierher, im Vorjahr ging der Tourismus trotz Corona aber nur um ein Viertel zurück. Praktisch ausgeblieben sind aber Gäste aus Übersee. Daran wird sich auch heuer nicht viel ändern. Daher wird neuerlich massiv um heimische Gäste sowie um Touristen geworben, die aus dem Ausland mit dem Auto anreisen können. Die Hoffnung ist groß, dass die Zahlen durch das Abflauen der Corona-Krise steigen werden. Trotzdem bleibt Corona natürlich weiter ein wichtiger Faktor:

Vilijam Kvalic 3'59'1 - Besseres Testangebot - 4'23 (30)

Doch täglich werden Schnelltest noch nicht in allen Ortschaften des Soca-Tals angeboten, während PCR-Test überhaupt teuer sind.

Ales Hvala 3'06'08 - Welche Tests werden angeboten - 3'29'5 (23)

Ales Hvala betreibt in Kobarit ein Hotel, das im Vorjahr die Corona-Krise nicht zuletzt danke der Vaucher der slowenischen Regierung gut überstanden hat. Die Corona-Vorschriften für Gäste, die kommen wollen, sind ähnlich wie in Österreich. Abweichungen betreffen das Personal in Wirtshäusern und Hotels:

Ales Hvala 1'16'2 - drei G aber keine Kontrolle durch Kellner - 1'46'6 (30)

Beliebt ist die Region nicht nur wegen ihrer landschaftlichen Reize, sondern auch wegen ihrer Geschichte. So zieht das Militärmuseum in Karfreit ebenfalls viele Besucher an, denn die Soca-Front war im Ersten Weltkrieg ein Brennpunkt der Kämpfe zwischen Österreich und Italien.

Gerade heuer, ist aber auch das Militärmuseum in Pivna für Touristen besonders interessant. Untergebracht ist es in einer ehemaligen Kaserne, aus der vor 30 Jahren die ersten Panzer der jugoslawischen Armee rollten, um die slowenische Unabhängigkeit zu verhindern.

Bostjancic 2’26 (18‘16’33 – 18‘17‘07) 3’01 (25)

„Diese Einheit besetzte einen Tag später die zwei Grenzübergänge zu Italien bei Nova Gorica; doch bereits am 28. Juni fielen diese Panzer in slowenische Hand durch eine gemeinsame Aktion von Territorialverteidigung, Polizei und Freiwilligen. Und aus diesen Panzer wurde dann der erste Zug mit T-55-Panzern der Territorialverteidigung gebildet.“

Mehr als 100 große Exponate sind in diesem Museum zu sehen. Einige erzählen eine besondere Geschichte aus der Zeit des Slowenien-Krieges, der zehn Tage dauert. Doch das Museum führt auch zurück in die Geschichte des Tito-Staates, der seinen Gründer gerade um 10 Jahre überdauerte – kurz – ein lohnendes Tourismusziel und zwar nicht nur an verregneten Tagen.