Slowenien und COVID19

Slowenien / Fernsehen / ZiB1 / 2020-10-22 19:30

Einleitung

Slowenien ist von der Corona-Krise nun massiv betroffen. Mehr als 1000 Neuinfizierungen, registrierte vorgestern das zwei Millionen Einwohner zählenden Land. Die Regierung reagierte mit drastischen Maßnahmen; in 11 von 12 Regionen dürfen die Bewohner ihre Region nur bei triftigen Gründen verlassen, Kinos und Theater müssen heute schließen und auch Gaststätten und Kaffees sind zu. In der Nacht gilt ab 21 Uhr eine Ausgangssperre.

Detail

Slowenien ist von der Corona-Krise nun massiv betroffen. Mehr als 1000 Neuinfizierungen, registrierte vorgestern das zwei Millionen Einwohner zählenden Land. Die Regierung reagierte mit drastischen Maßnahmen; in 11 von 12 Regionen dürfen die Bewohner ihre Region nur bei triftigen Gründen verlassen, Kinos und Theater müssen heute schließen und auch Gaststätten und Kaffees sind zu. In der Nacht gilt ab 21 Uhr eine Ausgangssperre.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz

Janez Poklukar, Universitätsklinik in Laibach

Bojana Beovic, Epidemiologin in Laibach

Gesamtlänge: 1'29

Am späteren Abend gleicht Laibach wegen der Ausgangssperre einer Geisterstadt; das Nachleben ist völlig zum Erliegen gekommen. Doch auch am Tag sind die Spuren der Corona-Krise deutlich sichtbar. Die Masse der Kaffees und Restaurants ist geschlossen. Einen Grund für den starken Anstieg der Infektionen sehen Experten in Touristen, die ihren Urlaub in Kroatien verbracht haben; dadurch seien viele Fälle importiert worden. Außerdem hätten viele Bürger die Gefahren des Virus unterschätzt:

"In den vergangenen sechs Wochen haben wir wegen COVID so viele Patienten hospitalisiert, wie wir im ersten Halbjahr insgesamt gehabt haben. Die Zahlen steigen steil an. Für die kommenden zwei bis vier Wochen rechnen wir mit einer Verdoppelung der Zahl. Die größte Herausforderung für uns besteht im Personalmangel.«

Experten hoffen, dass die strengen Maßnahmen Ende Oktober Anfang November Wirkung zeigen werden:

„Wenn die Maßnahmen greifen, werden wir sie danach wieder lockern; sollte es die Lage erfordern, werden wir sie natürlich wieder verschärfen. Das ist eine Art on-off-Lage, die wir haben werden; doch es gibt Gründe anzunehmen, dass sich die Lage im Winter wegen der besseren Übertragbarkeit des Virus noch verschlechtert."

Eine tatsächliche Entspannung sei erst im Mai zu erwarten; dann werde es hoffentlich auch einen Impfstoff geben, der wirklich sicher und allen zugänglich sei.