Migrationsdruck am Westbalkan steigt wieder

Slowenien / Fernsehen / ZiB13 / 2020-06-13 13:00

Einleitung

Die Corona-Pandemie und die Quarantäne-Maßnahmen in der EU und am Balkan haben auch die Migration aus Pakistan, Afghanistan und Nordafrika weitgehend zum Erliegen gebracht. Doch mit der Aufhebung der Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit steigt nun auch wieder die illegale Migration über die sogenannte Balkan-Route wieder spürbar an:

Detail

Die Corona-Pandemie und die Quarantäne-Maßnahmen in der EU und am Balkan haben auch die Migration aus Pakistan, Afghanistan und Nordafrika weitgehend zum Erliegen gebracht. Doch mit der Aufhebung der Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit steigt nun auch wieder die illegale Migration über die sogenannte Balkan-Route wieder spürbar an:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Slowenien

Inserts: Melita Mocnik, Pressesprecherin der slowenischen Grenzpolizei

Gesamtlänge: 1’36

Mit dem Ende der Corona-Quarantäne steigt auch wieder die Migration auf der Balkanroute; diese Gruppe versuchte über die grüne Grenze von Bosnien nach Kroatien zu gelangen. In Laibach verzeichnete die Polizei in den ersten fünf Monaten knapp 3300 illegale Grenzübertritte:

2'43 - Zahlen- 3'05

"Zu Beginn der Monate März und April als das Corona-Virus am stärksten war, hatten wir keine 40 illegalen Grenzübertritte pro Woche. In der vergangenen Woche hatten wir bereits 322. Das heißt, der Trend geht stark nach oben."

Es dominieren Pakistani und Afghanen. Und wie sieht die Altersstruktur aus?

3'15 - Alter 3'46

"Das sind vor allem junge Männer im Alter von 25 bis 38 Jahren. Sie sind allein ohne Familie; nur gelegentlich haben wir auch Familien, die aber fast ausschließlich aus Syrien stammen.“

Slowenien erwartet eine klare Zunahme des Migrationsdrucks; daher wurden Anfang Juni zusätzlich 1000 Polizisten an die Grenze zu Kroatien entsandt:

8'51 Migranten am Balkan 9'30

„Wir reden von mindestens 80.000 Anwesenden in Griechenland, von mindestens 12.000 in Serbien, von mindestens 20.000 in Bosnien und Herzegowina, doch das sind grobe Schätzungen."

Zugenommen haben auch die Aktivitäten der Schlepper. So griff die Polizei in Nordmazedonien Anfang Juni 142 Personen auf, die in einem LkW an die Grenze zu Serbien unterwegs waren.