Serbische Fichte als Mittel gegen Klimawandel

Serbien / Fernsehen / ZiB2 / 2021-10-01 22:00

Einleitung

Der Klimawandel betrifft in Österreich auch die Wälder. Steigende Temperaturen treffen etwa die heimische Fichte massiv, die dann auch weniger Widerstandskraft gegen den Borkenkäfer hat. Österreich spielt im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel eine minimale Rolle, daher suchen heimische Forstbetriebe und Experten nach Bäumen, die heute bereits klimatischen Bedingungen gewachsen sind, wie sie in Österreich voraussichtlich in 60 bis 100 Jahren herrschen werden. Ein möglicher Hoffnungsträger ist die serbische Fichte; Experten aus Österreich waren jüngst in Serbien, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Wie wichtig dieses Projekt ist, zeigt der Umstand, dass in Österreich 300.000 Personen direkt in der Forstwirtschaft und der holzverarbeitenden Industrie beschäftigt sind.

Detail

Der Klimawandel betrifft in Österreich auch die Wälder. Steigende Temperaturen treffen etwa die heimische Fichte massiv, die dann auch weniger Widerstandskraft gegen den Borkenkäfer hat. Österreich spielt im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel eine minimale Rolle, daher suchen heimische Forstbetriebe und Experten nach Bäumen, die heute bereits klimatischen Bedingungen gewachsen sind, wie sie in Österreich voraussichtlich in 60 bis 100 Jahren herrschen werden. Ein möglicher Hoffnungsträger ist die serbische Fichte; Experten aus Österreich waren jüngst in Serbien, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Wie wichtig dieses Projekt ist, zeigt der Umstand, dass in Österreich 300.000 Personen direkt in der Forstwirtschaft und der holzverarbeitenden Industrie beschäftigt sind.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Serbien

Insert1: Markus Hoyos, Forstwirt in Niederösterreich

Insert2: Silvio Schüler, Bundesforschungszentrum für Wald

Insert3: Kurt Ramskogler, Forstexperte

Insert4: Markus Hoyos, Forstwirt in Niederösterreich

Gesamtlänge: 3’12

Das nördliche Waldviertel ist ein Beispiel dafür, wie sehr der Klimawandel auch die heimische Fichte bedroht. Eine mögliche Rettung liegt in Serbien, im Naturschutzgebiet Stara Planina im Grenzgebiet zu Bulgarien. Hier herrschen bereits klimatische Bedingungen, wie sie nach einer Studie der Zentralanstalt für Meteorologie und des Bundesforschungszentrums für Wald binnen 80 Jahren im nordöstlichen Waldviertel herrschen dürften. In Auftrag gegeben hat die Studie Markus Hoyos; er bewirtschaftet im Waldviertel 3000 Hektar Land; 80 Prozent seiner Fichten sind bereits betroffen; daher kam er mit Experten nach Serbien, um nach Alternativen zu suchen:

Markus Hoyos 3'24 - Fact finding - 3'43 (19)

"Ich möchte einmal schauen ... dann hat niemand etwas davon."

Der Kampf gegen den Klimawandel erfordert eine langfristige Planung. Einerseits dauert es fast hundert Jahre, bis Bäume wirtschaftlich genutzt werden können, andererseits dauert auch das Auswahlverfahren seine Zeit, weil das Saatgut im Forstgarten getestet werden muss:

Silvio Schüler 3'35'9 - Langwieriger Prozess - 4'06'9 (31)

"Das heißt, wir bauen das an ... besser wachsen."

Dieser Wald im Naturschutzgebiet Stara Planina ist 2000 Hektar groß und praktisch unberührt. Die Fichte wächst hier natürlich. Das Ernten dieser Samen ist eine anstrengende Arbeit:

5'20 - Ernten und Klettern - 5'43 (23)

"Sie müssen eigentlich ... im Waldviertel in Andorf."

Für einen Einsatz der serbischen Fichte müssen in Österreich auch bürokratische Hürden überwunden werden:

1'20'6 - Österreichische Bürokratie - 1'42'6

"Wir haben einen Anhang im Forstgesetz ... unsere Wälder zerstört."

Bei der Massenproduktion von Fichten hat Serbien massive Fortschritte gemacht; die Qualität stimmt, wobei Österreich bei der Modernisierung der Forstwirtschaft insgesamt der wichtigste Partner Serbiens ist.