Kurz in Belgrad bei Vucic

Serbien / Fernsehen / ZiB1 / 2021-09-04 19:30

Einleitung

Bundeskanzler Sebastian Kurz war heute zu einem Kurzbesuch in Belgrad. Zentrale Themen der Gespräche mit Präsident Alexander Vucic und Ministerpräsidentin Ana Brnabic waren der Kampf gegen die illegale Migration und die EU-Annäherung Serbiens. In Anerkennung der ausgezeichneten bilateralen Beziehungen erhielt Sebastian Kurz den Orden der Republik Serbien am Bande; vor Kurz haben diesen Orden die Präsidenten Russlands und Chinas erhalten.

Detail

Bundeskanzler Sebastian Kurz war heute zu einem Kurzbesuch in Belgrad. Zentrale Themen der Gespräche mit Präsident Alexander Vucic und Ministerpräsidentin Ana Brnabic waren der Kampf gegen die illegale Migration und die EU-Annäherung Serbiens. In Anerkennung der ausgezeichneten bilateralen Beziehungen erhielt Sebastian Kurz den Orden der Republik Serbien am Bande; vor Kurz haben diesen Orden die Präsidenten Russlands und Chinas erhalten.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Belgrad

Insert1: Sebastian Kurz , österreichischer Bundeskanzler

Insert2: Alexander Vucic, serbischer Präsident

Gesamtlänge: 1’30

Dieser Zaun an der serbisch-nordmazedonischen Grenze soll die illegale Migration in Richtung EU erschweren. Auch Polizisten aus Österreich sind hier im Einsatz. Heuer wurden nach Angaben des UNHCR knapp 22.000 Flüchtlinge und Migranten in Serbien registriert, das ist vier Mal so viel als im ersten Halbjahr 2019 als es noch keine Corona-Pandemie gab. Beim Gespräch zwischen Bundeskanzler Sebastian Kurz und Präsident Alexander Vucic war auch die Balkan-Route ein Thema. Fraglich ist, ob und wie sich die Krise in Afghanistan auf Migrationsströme auswirken wird:

0‘53’20 - Migration 1‘07’82 (15)

"Derzeit gibt es Migrationsbewegungen noch innerhalb Afghanistans; wenn es dazu kommt, dass Menschen das Land verlassen, dann ist wichtig, dass Menschen in der Region versorgt werden und nicht nach Europa weiterziehen."

Serbien ist bereit, den Kampf gegen die illegale Migration auch aus Afghanistan weiter zu unterstützen, doch klar ist auch:

1'27 - Migration Afghanistan - 1'43

"Serbien kann kein Parkplatz für derartige Flüchtlinge sein, und ich glaube auch nicht, dass sie hier sein wollen. Darüber habe ich auch mit Bundeskanzler Kurz gesprochen, damit wir uns absprechen, was wir tun werden."

Die Beziehungen zwischen Wien und Belgrad sind eng; mehr als 400 heimische Firmen sind im Land. Als Zeichen der Verbundenheit erhielt Sebastian Kurz daher den höchsten Orden, den Serbien zu vergeben hat.