Berichte Montenegro


Name Typ Einleitungstext Sendung Datum
Konflikt zwischen STaat und serbischer Orthodoxie
Radio In Montenegro demonstrieren seit einem Monat viele Tausende Bürger gegen die Regierung und Langzeit-Präsident Milo Djukanovic. Grund ist ein Ende Dezember beschlossenes Religionsgesetz, das die Verstaatlichung der Kirchen und Klöster vorsieht, die in der Zeit des unabhängigen Königreichs Montenegro bis Dezember 1918 gebaut und auch vom Staat finanziert wurden. Betroffen ist vor allem die serbisch-orthodoxe Kirche; das Nutzungsrecht an diesen sakralen Gebäuden soll die Kirche aber weiter behalten. Ende 1918 wurde Montenegro unter rechtlich sehr fragwürdigen Umständen aber mit massiver Unterstützung der Westmächte an Serbien angeschlossen; nach 1945 war Montenegro eine Teilrepublik des kommunistischen Jugoslawien; nach dessen blutigem Zerfall verblieb Montenegro zunächst in einem Bundesstaat mit Serbien, erklärte dann aber im Sommer 2006 nach einem knappen Referendum seine Unabhängigkeit. Doch auch... Praxis 2020-02-05
Die politische und kirchenpolitische Dimension des Kirchenkonflikts
Radio In Montenegro demonstrieren seit einem Monat viele Tausende Bürger gegen die Regierung und Langzeit-Präsident Milo Djukanovic. Grund ist ein Ende Dezember beschlossenes Religionsgesetz, das die Verstaatlichung der Kirchen und Klöster vorsieht, die in der Zeit des unabhängigen Königreichs Montenegro bis Dezember 1918 gebaut und auch vom Staat finanziert wurden. Betroffen ist vor allem die serbisch-orthodoxe Kirche; das Nutzungsrecht an diesen sakralen Gebäuden soll die Kirche aber weiter behalten. Ende 1918 wurde Montenegro unter rechtlich sehr fragwürdigen Umständen aber mit massiver Unterstützung der... MiJ 2020-02-03
Kirchenkonflikt in Montenegro
Fernsehen In Montenegro demonstrieren seit Wochen Anhänger der Serbisch-Orthodoxen Kirche gegen das Religionsgesetz, das das Parlament in Podgorica Ende Dezember beschlossen hat; das Gesetz ersetzt ein altes Gesetz noch aus der Zeit des kommunistischen Jugoslawien. Montenegro hat etwa mehr als 600.000 Einwohner; bei der Volkszählung des Jahres 2011 deklarierten sich 45 Prozent als Montenegriner und 29 Prozent als Serben. Zum orthodoxen Religion bekannten sich aber 72 Prozent der Bevölkerung. Gemeint ist damit vor allem die Zugehörigkeit zur Serbisch-Orthodoxen Kirche; denn die vor vielen Jahren gegründete eigene autokephale montenegrinische Kirche blieb eine Splittergruppe, die auch von keiner anderen orthodoxen Kirche anerkannt wurde. Gegen das Religionsgesetz demonstrieren somit nicht nur Personen, die sich zum serbischen Volk bekennen. Grund für die Proteste sind Bestimmungen über das Kircheneigentum, die Kirchenführung und Gläubige als Versuch einer... Orientierung 2020-02-02
Kirchenkonflikt in Montenegro
Sonstiges In Montenegro demonstrieren seit Wochen Anhänger der Serbisch-Orthodoxen Kirche gegen das Religionsgesetz, das das Parlament in Podgorica Ende Dezember beschlossen hat. Montenegro hat etwa mehr als 600.000 Einwohner; bei der Volkszählung des Jahres 2011 deklarierten sich 45 Prozent als Montenegriner und 29 Prozent als Serben. Zum orthodoxen Religion bekannten sich aber 72 Prozent der Bevölkerung. Gemeint ist damit vor allem die Zugehörigkeit zur Serbisch-Orthodoxen Kirche; denn die vor vielen Jahren gegründete eigene autokephale montenegrinische Kirche blieb eine Splittergruppe, die auch von keiner anderen orthodoxen Kirche anerkannt wurde. Gegen das Religionsgesetz demonstrieren somit nicht nur Personen, die sich zum serbischen Volk bekennen. Grund für die Proteste sind Bestimmungen über das Kircheneigentum, die Kirchenführung und Gläubige als Versuch einer Enteignung betrachten. So sieht das Gesetz vor, dass Kirchen und Klöster, die vor dem... Facebook Orientierung 2020-02-02
Massive Spannung wegen Kirchenkonflikt
Fernsehen

In Montenegro demonstrieren seit einem Monat viele Tausende Bürger gegen die Regierung und Langzeit-Präsident Milo Djukanovic. Grund ist ein Ende Dezember beschlossenes Religionsgesetz, das die Verstaatlichung der Kirchen und Klöster vorsieht, die in der Zeit des unabhängigen Königreichs Montenegro bis Dezember 1918 gebaut und auch vom Staat finanziert wurden. Betroffen ist vor allem die serbisch-orthodoxe Kirche; das Nutzungsrecht an diesen sakralen Gebäuden soll die Kirche aber weiter behalten.

...
ZiB1 2020-02-01
Der Westbalkan auf der Suche nach mehr Zusammenarbeit
Fernsehen

Getrennt marschieren – getrennt verlieren, das ist derzeit das Schicksal des sogenannten Westbalkan; die sechs Staaten sind klein, die Infrastruktur ist vielfach schlecht, die Handelshemmnisse groß, und das schadet der Konkurrenzfähigkeit. Die EU, fordert ebenso wie Bundeskanzler Sebastian Kurz eine bessere regionale Zusammenarbeit; Kurz nahm in Montenegro in Budva an einer regionalen Wirtschaftskonferenz teil und bekannte sich klar zur EU-Beitrittsperspektive der Region:

...
ZiB1 2018-10-26
Montenegrinische Grenze zu Albanien und Frontex
Fernsehen

Ein Teil der neuen Balkan—Migrations-Route ist die Grenze zwischen Albanien und Montenegro, weil von Montenegro dann der Weg weiter nach Bosnien und von dort nach Slowenien führt. Allein beim Grenzabschnitt des Skutari-See verzeichnete die montenegrinische Polizei bisher 1960 Aufgriffe von Migranten, im selben Zeitraum des Vorjahres waren es vier. Die Herausforderung für die Polizei liegt dabei vorwiegend im schwierigen Gelände an der grünen Grenze, die es zu überwachen gilt:

...
ZiB1 2018-07-21
Montenegro auf dem Weg zur EU
Radio

Die EU-Kommission in Brüssel veröffentlicht heute die jährlichen Fortschrittsberichte für die Staaten des sogenannten Westbalkan, das sind Albanien, Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien und der Kosovo. Derzeit verhandelt die EU über einen Beitritt allerdings nur mit Serbien und Montenegro. Am weitesten fortgeschritten sind die Gespräche mit Montenegro, das im Gegensatz zu Serbien auch praktisch keine offenen Fragen mit seinen Nachbarn hat; trotzdem wirkt auch die Bilanz von Montenegro auf dem Weg Richtung EU nicht berauschend. Nach mehr als fünf Jahren Verhandlungen zwischen Podgorica und Brüssel sind von 33 Kapiteln zwar 30 eröffnet, aber nur 3 vorläufig geschlossen worden. Über die Verhandlungen hat in Podgorica unser Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz mit Ministerpräsident Dusko Markovic gesprochen, hier sein Bericht:

...
MiJ 2018-04-17
Djukanovic gewinnt Präsidentenwahl im ersten Durchgang
Fernsehen

In Montenegro hat Milo Djukanovic die Präsidentenwahl bereits gestern im ersten Durchgang gewonnen. Djukanovic erreichte knapp 54 Prozent. Wahlberechtigt waren 532.000 Bürger. Die Stimmbeteiligung lag bei 64 Prozent. Milo Djukanovic dominiert Montenegro seit dem Zerfall des kommunistischen Jugoslawien vor 27 Jahren. Er war bereits sechs Mal Ministerpräsident.

...
ZiB13 2018-04-16
Djukanovic gewinnt im ersten Durchgang
Radio

In Montenegro hat Milo Djukanovic die Präsidentenwahl bereits gestern im ersten Durchgang gewonnen. Djukanovic erreichte knapp 54 Prozent. Wahlberechtigt waren 532.000 Bürger. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 64 Prozent; das entspricht etwa der Präsidentenwahl vor fünf Jahren, war aber niedriger als bei der Parlamentswahl vor zwei Jahren. Aus Podgorica berichtet Christian Wehrschütz

...
FJ7 2018-04-16
Djukanovic wird wieder Präsident
Radio

In Montenegro hat Milo Djukanovic die Präsidentenwahl bereits gestern im ersten Durchgang gewonnen. Djukanovic erreichte knapp 54 Prozent. Wahlberechtigt waren 532.000 Bürger. Die Stimmbeteiligung lag bei 64 Prozent. Milo Djukanovic dominiert Montenegro seit dem Zerfall des kommunistischen Jugoslawien vor 27 Jahren. Er war bereits sechs Mal Ministerpräsident. Aus Podgorica berichtet Christian Wehrschütz

...
Ö1Ö2Ö3 NR 2018-04-16
Leben in Montenegro auf dem Weg zur EU
Fernsehen Montenegro ist das Land des Balkan, das die besten Chancen hat, als nächstes Land des ehemaligen Jugoslawien in die EU aufgenommen zu werden. Brüssel hält einen Beitritt in sieben Jahren für möglich. Verhandelt wird mit Montenegro bereits seit mehr als fünf Jahren, dass unter der Führung von Milo Djukanovic 2006 nicht nur die Unabhängigkeit von Serbien auf friedlichem Wege erreichte, sondern im Vorjahr auch in die NATO aufgenommen wurde. Djukanovic unterstrich seine politische Dominanz gestern wieder mit seiner Wahl zum Präsidenten; die dafür nötige absolute Mehrheit erreichte er klar. Diese lange Herrschaft hat aber auch Schattenseite, dazu zählen Parteibuchwirtschaft und Korruption sowie die relativ hohe Arbeitslosigkeit. Andererseits steht das Land wirtschaftlich dank stark steigender Tourismuszahlen... Heute Mittag in Österreich 2018-04-16
Präsidentwahl in Montenegro
Radio

In Montenegro wird heute der Präsident gewählt; um das Amt bewerben sich sieben Kandidaten. Haushoher Favorit ist Milo Djukanovic, der Vorsitzende der Regierungspartei DPS, die Montenegro seit 27 Jahren beherrscht. Wahlberechtigt sind 530.000 Bürger Montenegros. Aus Podgorica berichtet unser Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz:

...
Ö1Ö2Ö3 NR 2018-04-15
Erster Durchgang der Präsidentenwahl
Radio

In Montenegro wird heute der Präsident gewählt; um das Amt bewerben sich sieben Kandidaten. Haushoher Favorit ist Milo Djukanovic, der Vorsitzende der Regierungspartei DPS, die Montenegro seit 27 Jahren beherrscht. Wahlberechtigt sind 530.000 Bürger Montenegros. Aus Podgorica berichtet unser Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz:

...
SoJ 2018-04-15
Djukanovic gewinnt absolute
Radio

In Montenegro hat Milo Djukanovic die Präsidentenwahl bereits heute im ersten Durchgang gewonnen. Nach einer seriösen Hochrechnung erreichte er knapp 54 Prozent. Wahlberechtigt waren 532.000 Bürger. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp über 60 Prozent. Aus Podgorica berichtet Christian Wehrschütz

...
Ö1Ö2Ö3 NR 2018-04-15
Montenegro vor der Präsidentenwahl
Radio Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Montenegro ist das Land, das nach Einschätzung von Brüssel am weitesten auf dem Weg Richtung EU-Mitgliedschaft fortgeschritten ist. Ein Beitritt wird in der jüngst veröffentlichen EU-Westbalkan-Strategie für das Jahr 2025 für möglich gehalten, sollte das Land seine Hausaufgaben erfüllen und politisch stabil bleiben. Ein Test auf diesem Weg sind die Präsidentenwahlen die morgen in Montenegro stattfinden; es werben sich sieben Kandidaten, doch eine Chance auf eine absolute Mehrheit und damit auf den Sieg bereits am Sonntag hat nur Milo Djukanovic, der Montenegro de facto seit 27 Jahren regiert. Er führte Montenegro 2006... MiJ 2018-04-14
Djukanovic kämpft um absolute Mehrheit
Fernsehen In der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Montenegro wird morgen der Präsident gewählt. Um das Amt bewerben sich sieben Kandidaten. Klarer Favorit ist Milo Djukanovic, dessen Partei DPS das Land seit 27 Jahren regiert. Fraglich ist, ob Djukanovic morgen bereits die für einen Sieg im ersten Wahlgang nötige absolute Mehrheit... ZiB1 2018-04-14
Milo Djukanovic als Konstante in Monetengro und am Balkan
Fernsehen In der kleinsten ehemaligen jugoslawischen Teilerepublik, in Montenegro, wird am Sonntag der Präsident neu gewählt. Diese Wahl gilt als weiterer Stimmungstest für die außenpolitische Orientierung dieses Landes, das im Vorjahr als 29. Mitglied der NATO beigetreten ist. Dieser Beitritt war von massiven Protesten aus Russland begleitet und war auch in Montenegro umstritten, in dem es auch 12 Jahre nach der Unabhängigkeit noch immer starke proserbische und prorussische Strömungen gibt. Vater der Unabhängigkeit ist der nunmehr 56-jährige Milo Djukanovic, das größte politische Phänomen des Balkan. Mit 29 Jahren wurde er 1991 zum ersten Mal Regierungschef; dieses Amt bekleidete... ZiB2 2018-04-13
Leben in Montenegro auf dem Weg zur Präsidentenwahl
Radio In Montenegro wird am Sonntag der Präsident neu gewählt. Um das Amt bewerben sich sieben Kandidaten; klarer Favorit ist Milo Djukanovic; der 56-jährige war bereits mehrfach Ministerpräsident und Staatspräsident und prägt die Geschicke des 650.000 Einwohner zählenden Landes seit dem Zerfall des kommunistischen Jugoslawien vor 27 Jahren. Im Vorjahr trat Montenegro der NATO bei und die Beitrittsverhandlungen... FJ7 2018-04-12
Interview mit montenegr Ministerpräsidenten Dusko Markovic
Radio Nach dem EU-Beitritt Kroatiens im Jahre 2013 ist die Erweiterung der Europäischen Union am Balkan in Stocken geraten; so ist mit Aufnahmen weiterer Staaten des ehemaligen Jugoslawien wohl nicht vor 2023 zu rechnen. Das hat mit dem Nachholbedarf in den Problemen dieser Staaten aber auch mit der Krise der EU zu tun – Stichwort Brexit. Am weitesten auf dem Weg Richtung EU fortgeschritten ist Montenegro, das seit fünf Jahren über ein Beitritt verhandelt... MiJ 2017-09-01