Doppelte Preisauszeichnung Kuna und Euro

Kroatien / Fernsehen / Steiermark Heute / 2022-09-05 19:00

Einleitung

In Kroatien läuft der Countdown zur Umstellung auf den Euro; die Einführung dieser Währung wird am 1. Jänner 2023, also in weniger als vier Monaten erfolgen. Umgetauscht wird zu einem Kurs von einem Euro zu etwas mehr als sieben Kuna. Seit heute gilt in Kroatien die doppelte Preisauszeichnung; alle waren müssen somit in der Landeswährung Kuna und in Euro angeschrieben sein:

Detail

In Kroatien läuft der Countdown zur Umstellung auf den Euro; die Einführung dieser Währung wird am 1. Jänner 2023, also in weniger als vier Monaten erfolgen. Umgetauscht wird zu einem Kurs von einem Euro zu etwas mehr als sieben Kuna. Seit heute gilt in Kroatien die doppelte Preisauszeichnung; alle waren müssen somit in der Landeswährung Kuna und in Euro angeschrieben sein: Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Kroatien Insert1: Jadranka, Schuhverkäuferin in Agram Insert2: Sandra Svalek, Stellvertretende Präsidentin der Nationalbank Insert3: Josef Stoppacher, Firma Weitzer Parkett aus der Steiermark Gesamtlänge: Die doppelte Preisauszeichnung ist ein deutlich sichtbarer Schritt auf dem Weg zur Euroeinführung in Kroatien. Kleinere Betriebe habe ihre Preiszettel selbst angepasst; Probleme bei der Währungsumstellung erwartet diese Verkäuferin nicht: "Wir sind vorbereitet, der Euro kann kommen." Und diese Vorbereitungen laufen auf Hochtouren; die Münzen werden zum überwiegenden Teil in Kroatien geprägt, die Banknoten bei einer Münze im Ausland. Der Fahrplan sieht so aus: "Seit dem 1. September, als vier Monate vor der Einführung des Euro, werden die Banken mit Euro ausgestattet. Drei Monate vor dem Stichtag erfolgt die Versorgung mit Münzen. Die Geldinstitute versorgen dann die Händler, wobei die Bürger ihr Geld ebenfalls umwechseln können; dieser Wechsel beginnt mit 1. Jänner und ist für Kuna-Münzen drei Jahre lang möglich, während Banknoten bei Banken ein Jahr lang umgetauscht werden können. Keine Umtauschfrist für Banknoten gibt es bei der Nationalbank. Automatisch erfolgt der Umtausch bei Einlagen und Krediten.“ Die kroatische Wirtschaft ist stark an die Eurozone gebunden. Etwa 60 Prozent der Importe stammen aus diesem Währungsgebiet, und ebenfalls etwa 60 Prozent der Exporte gehen in den Euroraum. In Turopolje bei Agram hat dieser steirische Parketterzeuger ein Werk. Das Holz stammt von den kroatischen Bundesforsten, 90 Prozent der Produkte werden exportiert; und mehr als 80 Prozent aller Erzeugnisse der Firma gehen in die Eurozone: "Das Wechselkursrisiko entfällt ... Entlastung für die Buchhaltung." Wichtigster einzelner Wirtschaftszweig in Kroatien ist der Fremdenverkehr. Auch diesen Sektor dominieren Gäste aus Euro-Ländern wie Deutschland und Österreich; für all diese Gäste fallen ab ersten Jänner das Umrechnen und das Umtauschen in den Kuna weg.