Ö hilft Erdebenopfern in Kroatien

Kroatien / Radio / Guten Morgen NÖ / 2021-01-04 09:00

Einleitung

Nach dem schweren Erdbeben in Kroatien sind die Aufräumungsarbeiten weiter in vollem Gange. Mehr als 800 Soldaten sind im Einsatz, 130 Tonnen Lebensmittel hat das Rote Kreuz verteilt. Etwa 2000 Gebäude hat das Beben zerstört oder unbewohnbar gemacht. Mehr als 600 Personen wurden in Schulen oder Turnsälen untergebracht. Den kroatischen Erdbebenopfern hat auch Österreich rasch und unbürokratisch geholfen; es berichtet unser Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz:

Detail

Nach dem schweren Erdbeben in Kroatien sind die Aufräumungsarbeiten weiter in vollem Gange. Mehr als 800 Soldaten sind im Einsatz, 130 Tonnen Lebensmittel hat das Rote Kreuz verteilt. Etwa 2000 Gebäude hat das Beben zerstört oder unbewohnbar gemacht. Mehr als 600 Personen wurden in Schulen oder Turnsälen untergebracht. Den kroatischen Erdbebenopfern hat auch Österreich rasch und unbürokratisch geholfen; es berichtet unser Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz:

Bereits um vier Uhr in der Früh war gestern der Feuerwehr-Transport mit fünf Containern an der slowenisch-kroatischen Grenze. Denn wer schnell hilft, hilft doppelt, und so haben unter Federführung des Innenministeriums Feuerwehren aus Niederösterreich und der Steiermark den Erdbebenopfern wirklich rasch geholfen, betont Josef Huber, Landesfeuerwehrrat in Niederösterreich:

"Die größte Herausforderung war sicher rasch der Bevölkerung zu helfen. Hier haben steirische und niederösterreichische Feuerwehren zusammengehalten, und haben innerhalb kürzester Zeit 82 Container in das Krisengebiet geliefert, und wir können mit Stolz sagen, innerhalb von 18 Stunden wurden die ersten Container vor Ort abgeladen und an die Bevölkerung übergeben."

Nach Kroatien wurden aber nicht nur Container, sondern auch noch andere wichtige Hilfsgüter geliefert, die auch wegen des Winters wichtig sind, sagt Huber:

"In weiterer Folge aus Heizelementen und Strahlern, damit man die Container und Häuser provisorisch beheizen kann. Ebenso wurden 470 Feldbetten von Niederösterreich in das Krisengebiet geliefert."

Am stärksten vom Erdbeben betroffen ist das Dorf Majske poljane, das auch fünf der sieben Todesopfer zu beklagen hat. Viele Häuser wurden hier völlig unbewohnbar. Bereits im Einsatz sind hier Container aus Österreich; dadurch hat auch Josip Muza wieder ein behelfsmäßiges Dach über dem Kopf:

"Ich finde nicht die Worte, um zu sagen wie dankbar und glücklich ich bin. Denn bisher habe ich im Auto geschlafen, und jeder weiß, wie beengt es da ist. Anderseits sind wir mit den Nerven am Ende."

Groß war auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung in Kroatien. Dazu zählt auch die Lieferung von diesen mobilen Häusern, die an sich auf Campingplätzen verwendet werden. Sie hat Michael Markota organisiert; Markota ist ein österreichischer Unternehmer mit kroatischen Wurzeln der in Kroatien 1.300 Mitarbeiter beschäftigt und einen Fuhrpark mit 350 LkWs hat. Markota organisierte auch eine Spendensammlung für Kleidung:

"Da man weiß, dass nicht immer die saubersten Sachen kommen, haben wir eine Sortierung gemacht. Wir bekamen vom Bikini angefangen bis zur gebrauchten Unterwäsche alles, und das haben wir natürlich aussortieren müssen. Nur die brauchbaren Kleiderstücke haben wir dann am 11 Uhr am Abend, also noch am Tag des Bebens dem Roten Kreuz übergeben, wo sie schon Lager aufgebaut haben."

Nach Angaben der lokalen Behörden werden keine Lebensmittel sehr wohl aber noch Gummistiefel und Regenschutz benötigt, weil das Wetter in den Erdbebengebieten sehr wechselhaft ist.