Reportage aus Dubrovnik

Kroatien / Radio / Ö1Ö2Ö3 NR / 2020-07-06 12:00

Einleitung

In Kroatien ist der Tourismus von der Corona-Krise massiv getroffen; doch die Folgen sind nicht überall gleich stark spürbar. Am schlimmsten leidet die Hafenstadt Dubrovnik, die überwiegend mit dem Flugzeug erreichbar ist. Eine Reportage von Christian Wehrschütz:

Detail

In Kroatien ist der Tourismus von der Corona-Krise massiv getroffen; doch die Folgen sind nicht überall gleich stark spürbar. Am schlimmsten leidet die Hafenstadt Dubrovnik, die überwiegend mit dem Flugzeug erreichbar ist. Eine Reportage von Christian Wehrschütz:

Leere soweit das Auge reicht; während Dubrovnik an sich im Juli massiv von Gästen bevölkert wird, sind nun Kaffees und Sehenswürdigkeiten leer. Nur etwa 2000 Nächtigungen verzeichnet die Stadt pro Tag, im Vorjahr waren es 25.000. Mehr als 80 Prozent der Gäste kommen mit dem Flugzeug. Die wichtigsten Märkte sind Großbritannien und die USA; der Direktflug von den USA wurde eingestellt. Im Falle Großbritanniens ist noch offen, ob und wann London die Quarantäne aufhebt. Massiv getroffen ist auch der Hafen, sagt Hrvoje Kulusic von der Hafenverwaltung:

"Im Vorjahr hatten wir 802.000 Reisende mit Kreuzfahrtschiffen. Heuer haben wir Null. Leider erwarten wir nicht, dass sich das grundlegend ändert, wenn es sich bis Jahresende überhaupt ändern wird."

Etwa 1000 Personen, vom Hafenarbeiter bis zum Fremdenführer, haben an den Kreuzfahrtschiffen verdient. Nun stehen sie vor dem Nichts.