Parlamentswahl in Kroatien

Kroatien / Fernsehen / ZiB1 / 2020-07-05 19:30

Einleitung

In Kroatien sind auch heute wieder neue Fälle von COVID-19 aufgetreten. Infiziert haben sich mehr als 80 Personen. Die meisten Fälle treten weiter in der Hauptstadt Zagreb und in der Region Slawonien auf. Die Corona-Krise überschattet auch die Parlamentswahl, die heute in Kroatien

Detail

In Kroatien sind auch heute wieder neue Fälle von COVID-19 aufgetreten. Infiziert haben sich mehr als 80 Personen. Die meisten Fälle treten weiter in der Hauptstadt Zagreb und in der Region Slawonien auf. Die Corona-Krise überschattet auch die Parlamentswahl, die heute in Kroatien stattgefunden hat. Gerechnet wurde mit einem knappen Rennen zwischen der konservativen Regierungspartei HDZ und dem sozialdemokratischen Wahlbündnis. Nach Umfragen haben sieben Parteien die Chance, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Kroatien

Insert1: Srdjan Dumicic, Meinungsforscher in Kroatien

Gesamtlänge: 1’20

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, mußten 70.000 Mitglieder der Wahlkommissionen Masken tragen; sehr viele trugen die empfohlenen Handschuhe. Auch die Wähler folgten weitgehend dem Aufruf, eine Maske zu tragen. Verpflichtend war das Abstandhalten beim Betreten des Wahllokals. Ministerpräsident Andrej Plenkovic trug ebenso einen Mundschutz wie Davor Bernadic, der sozialdemokratischer Herausforderer. Der dritte Platz wird dem ehemaligen Sänger Miroslav Skoro vorausgesagt; ihm dürfte die Rolle des Königsmachers zufallen. Die große Unbekannte war die Wahlbeteiligung:

14'35 - Wahlbeteiligung niedriger? - 16'00

"Etwa sechs Prozent haben ernsthaft Angst, wegen des Corona-Virus zur Wahl zu gehen; weitere 18 Prozent haben deswegen Bedenken. Somit überlegen etwa 25 Prozent, ob sie wegen des Corona-Virus wählen gehen sollen.“

Die alte oder neue Regierung wird jedenfalls eine massive Wirtschaftskrise meistern müssen. In Dubrovnik gibt es derzeit nur etwas mehr als 2000 Touristen pro Tag, vor einem Jahr waren es 20.000. In Istrien sind die Zahlen zwar weit besser, aber die Rückgänge im wichtigsten Wirtschaftsfaktor Kroatiens werden massiv sein.