Tourismus: Was ist für Kroatien zu erwarten?

Kroatien / Fernsehen / Mittag in Österreich / 2020-06-16 13:20

Einleitung

Seit Montag an können Urlauber aus #Deutschland wieder zu beliebten Zielen in Europa aufbrechen. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wegen der #Corona-Pandemie wird voraussichtlich für 27 europäische Staaten aufgehoben, zugleich lassen die meisten Länder wieder Touristen einreisen. Österreich hat seine Reisebeschränkungen für Kroatien bereits aufgehoben, und darauf setzt auch der Tourismus in diesem Land an der Adria:

Detail

Seit Montag an können Urlauber aus #Deutschland wieder zu beliebten Zielen in Europa aufbrechen. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wegen der #Corona-Pandemie wird voraussichtlich für 27 europäische Staaten aufgehoben, zugleich lassen die meisten Länder wieder Touristen einreisen. Österreich hat seine Reisebeschränkungen für Kroatien bereits aufgehoben, und darauf setzt auch der Tourismus in diesem Land an der Adria:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Kroatien

Kamera: Andrej Suvacarov

Schnitt Mica Vasiljevic

Insert1: Verkäuferin in einem Uhrengeschäft in Opatija

Insert2: Tomislav Fain, Vereinigung der kroatischen Tourismusagenturen

Insert3: Otmar Michaeler, Falkensteiner-Gruppe in Zadar

Insert4: Damir Kresic, Kroatisches Institut für Tourismus

Insert5: Wilfried Holleis, Eigentümer zweier Hotels in Kroatien

Gesamtlänge: 3’15

Die neue Reisefreiheit innerhalb der EU lässt viele Länder wieder hoffen, deren Wirtschaftsleistung massiv vom Tourismus abhängt. Dazu zählt auch Kroatien. Doch ein großer Andrang bei einem Grenzübergang von Slowenien nach Kroatien war jüngst nicht zu bemerken, aber eine positive Entwicklung ist sichtbar.

So herrscht zwar noch immer Leere in Opatija, dem Abbazia der Habsburger Monarchie; doch die gähnende Leere, die noch vor zwei Wochen herrschte, gibt es nicht mehr; neben heimischen Gästen bevölkern immerhin auch einige ausländische Touristen den Ort. Doch für die kleinen Gewerbetreibenden gilt nach wie vor das Prinzip Hoffnung, und zwar auf die Monate Juli und August.

4'10 - Frau - 4'20 (Uhrengeschäft)

"Es ist etwas besser aber weit weg von der Normalität. Was soll ich Ihnen sagen; wir warten, wir hoffen, das ist es."

Mit einer positiven Entwicklung rechnen auch Vertreter des kroatischen Tourismus:

3'13 - Buchungslage - 3'29

"Der August ist schon ziemlich voll, der Juli füllt sich langsam; wenn die Temperaturen steigen, werden sich auch die Leute zur Reise entschließen, und erst dann werden die Buchungen wirklich beginnen."

Die Hotels tragen der noch nicht völlig überstandenen Corona-Krise Rechnung; dazu zählen Spender mit Desinfektionsmitteln, entsprechende Hinweise für die Gäste und natürlich Schutzmaßnahmen für die Belegschaft. Unterschiedlich gehandhabt werden Buffets:

Otmar Michaeler 4'43 - Buffet umgestellt - 5'18

"Der stärkste Einschnitt ist beim Frühstück, beim Buffet. Dort haben wir alles von Selbstentnahme am Buffet umgestellt, dass die Leute von unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bedient werden. Die Buffets sind aufgebaut, umgedreht, es sind alles sogenannte Kochstationen, und der Konsument kommt zur Station und wird dann bedient; er wählt aus, und das kommt auf den Teller; so läuft das ab, und wir haben hier eine sehr, sehr gute Erfahrung; die Gäste schätzen das."

Wie massiv der Tourismus in Kroatien unter den Folgen der Corona-Krise leiden wird, ist offen. Sicher ist, dass es große Unterschiede geben wird. Besser abschneiden werden Appartements und Regionen, die mit dem Auto erreichbar sind:

5'55 - Dubrovnik - 6'54

"Die Lage in Dubrovnik ist viel schwieriger als in Istrien; Dubrovnik hat einen sehr hohen Anteil an Hotels und mehr als 70 Prozent aller Gäste kommen mit dem Flugzeug; das ist ein großes Problem. Das zeigt auch die Preisgestaltung. In den Hotels in Dubrovnik sind die Preise viel niedriger, während die Hotels im Norden Kroatiens ihre Preise aus dem Vorjahr weitgehend beibehalten haben."

Doch was war eigentlich das Schlimmste an der Corona-Krise?

1'03 - Schlimme war Warterei - 1'09

"Also das Schlimme war diese Warterei und diese Ungewissheit, die war also ökonomisch absolut eine Katastrophe."

Dieser Befund gilt wohl nicht nur für Kroatien; nun kann es nur besser werden, wenn Europa eine zweite Corona-Welle erspart bleibt.