Schweres Erdbeben erschüttert das Zentrum von Agram

Kroatien / Fernsehen / ZiB1 / 2020-03-22 19:30

Einleitung

Die kroatische Hauptstadt Zagreb ist heute in der Früh von einem Erdbeben erschüttert worden. Die Stärke betrug 5,3 auf der nach oben offenen Richterskala. 17 Personen wurden verletzt; ein Mädchen besonders schwer; sein Zustand ist weiter kritisch. 600 Gebäude wurden leicht beschädigt, dutzende aber schwer. Die Bewohner von Zagreb wurden zunächst aufgerufen im Freien zu bleiben, aber wegen des Kampfes gegen das Corona-Virus keine Gruppen zu bilden:

Detail

Die kroatische Hauptstadt Zagreb ist heute in der Früh von einem Erdbeben erschüttert worden. Die Stärke betrug 5,3 auf der nach oben offenen Richterskala. 17 Personen wurden verletzt; ein Mädchen besonders schwer; sein Zustand ist weiter kritisch. 600 Gebäude wurden leicht beschädigt, dutzende aber schwer. Die Bewohner von Zagreb wurden zunächst aufgerufen im Freien zu bleiben, aber wegen des Kampfes gegen das Corona-Virus keine Gruppen zu bilden:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz

Gesamtlänge: 1’25

Ein Unglück kommt selten allein; neben dem Kampf gegen das Corona-Virus hat Kroatien nunmehr auch mit den Folgen eines Erdbebens zu kämpfen. Das Epizentrum lag einige Kilometer nördlich von Agram. Besonders betroffen ist das Zentrum der kroatischen Hauptstadt; Fassadenteile stürzen herab, mehr als 60 Gebäude wurden beschädigt, dazu zählt ein Turm der Kathedrale, einem Wahrzeichen der Stadt. Mehr als 20 Autos wurden von den herabfallenden Trümmern getroffen. Im Einsatz waren auch Freiwillige der Fakultät für Bauwesen:

"Derzeit sind mehrere Teams vor Ort, die die Schäden an den Gebäuden bewerten, damit die Einsatzkräfte so rasch wie möglich, die größten Schäden an Gebäuden beseitigen können."

Ein Bild von der Lage machten sich auch Bürgermeister Milan Bandic und Staatspräsident Zoran Milanovic, der wegen des Kampfes gegen das Corona-Virus eine Maske trug. Bisher wurden in Kroatien etwa 200 Infizierte und ein Toter registriert, 2100 Personen wurden getestet. Das Erdbeben kommt somit zu einem sehr schwierigen Zeitpunkt. Nicht davon betroffen war das slowenische Atomkraftwerk Krsko, das nur knapp 60 Kilometer von Agram entfernt ist. Der Betrieb verlaufe störungsfrei, betonte die slowenischen Betreiber.