Milanovic zum Präsidenten in Kroatien gewählt

Kroatien / Fernsehen / ZiB13 / 2020-01-06 13:00

Einleitung

In Kroatien hat der Sozialdemokrat Zoran Milanovic die Stichwahl um das Präsidentenamt klar gewonnen. Milanovic erreicht 52,7 Prozent der Stimmen; für die bisherige Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarovic stimmen 47,3 Prozent. Wahlberechtigt waren 3,9 Millionen Kroaten in Kroatien und im Ausland. Die Wahl ist auch als Niederlage für die Regierungspartei HDZ zu werten, die die Amtsinhaberin massiv unterstützt hat.

Detail

In Kroatien hat der Sozialdemokrat Zoran Milanovic die Stichwahl um das Präsidentenamt klar gewonnen. Milanovic erreicht 52,7 Prozent der Stimmen; für die bisherige Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarovic stimmen 47,3 Prozent. Wahlberechtigt waren 3,9 Millionen Kroaten in Kroatien und im Ausland. Die Wahl ist auch als Niederlage für die Regierungspartei HDZ zu werten, die die Amtsinhaberin massiv unterstützt hat.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Zagreb

Insert1: Zoran Milanovic gewählter Präsident in Kroatien

Insert2: Vesna Pusic, ehemalige Außenministerin

Gesamtlänge: 1’11

Jubelstimmung herrschte bei den sozialdemokratischen und liberalen Anhängern von Zoran Milanovic als dessen Sieg feststand. So untergriffig der Wahlkampf war, so besonnen zeigte sich der neu gewählte Präsident in seiner Siegesrede:

"Ich weiß, dass es auch heute viele Bürger gibt, die nicht wollten, dass ich Präsident werden. Damit müssen wir leben und weiterleben; denn wir sind zu wenige, nicht ausreichend erfolgreich und wachsen wirtschaftlich nicht stark genug, um uns auf diese Art zu teilen."

Wie die Zusammenarbeit von Milanovic mit der konservativen Regierung unter der stärksten Partei HDZ funktionieren wird, bleibt abzuwarten:

Was die Regierung und den Ministerpräsidenten betrifft, so kann die Zusammenarbeit mit Zoran Milanovic gut funktionieren. Doch da werden die klaren Konflikte in der HDZ ebenfalls eine Rolle spielen."

Denn die Niederlage von Kolinda Grabar-Kitarovic ist vor allem auf die massiven Flügelkämpfe in der HDZ zurückzuführen. Viele nationalistische Wähler sind mit dem gemäßigten Kurz unzufrieden und blieben einfach zu Hause.