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20260603 MiJ Streunende Hunde im Kosovo Wehrsch Mod

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Berichte Kosovo

Streunende Hunde sind in vielen Städten des Kosovo anzutreffen. Ein besonderes Problem bilden sie in der Stadt Podujeva nördlich von Pristina im Grenzgebiet zu Serbien. Nur fünf Prozent der Tiere sind hier sterilisiert, im Landesdurchschnitt sind es 11 Prozent. Umso erfreuter ist Bürgermeister Shpejtim Buliqi über die Hilfe von „Vier Pfoten“:
2’28 – 3’27 Buliqi
„Dank der Partnerschaft mit dem Verein „Vier Pfoten“ konnten wir in den ersten fünf Monaten etwa 300 Hunde behandeln. Wir gehen davon aus, dass wir von Juni bis zum 30. Dezember noch etwa 300 bis 350 solcher Hunde behandeln werden. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass wir dann den Durchschnitt des Kosovo bei der Behandlung von Straßenhunden übertreffen werden.“

Vier Pfoten hat ein Programm entwickelt, um die Zahl streunender Hunde im Kosovo auf humane Weise zu reduzieren. Dazu zählt eine gründliche Behandlung, wobei mit Tierärzten aus dem Balkan und im Kosovo zusammengearbeitet wird. Die Hunde werden mit einem Pfeil und einem Blasrohr betäubt, untersucht, entwurmt, geimpft, kastriert und dann wieder freigelassen. Sind diese Tiere nach der Kastration noch eine Gefahr für den Menschen, frage ich in Podujeva Eva Rosenberg vom Verein Vier Pfoten:

Eva Rpsenberg 2'28'5 - Keine Gefahr mehr von den Hunden - 2'55'6
Also, die Hunde - von den Hunden mehr aus."

Im Kosovo gibt es durchaus gut ausgebildete Tierärzte; ein Beispiel dafür ist eine Klinik in Podujeva, die seit zehn Jahren besteht; zwei Tierärzte, zwei Techniker und zwei Hundefänger arbeiten hier; doch es geht um mehr als nur Behandlung, betont der Tierarzt Albatrit Halili:

2.21 Halili
„Das Bewusstsein der Bürger, Hunde nicht auf der Straße frei laufen zu lassen, ist ein entscheidender Faktor, um die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen. Ebenso wichtig ist die Fortführung des Kastrations- und Sterilisationsprojekts über einen längeren Zeitraum von mehr als fünf Jahren. Ich bin überzeugt, dass dies wesentlich dazu beitragen wird, die Anzahl der Hunde im Kosovo, insbesondere in der Gemeinde Podujeva, zu reduzieren.“

Hinzu kommen generell eine bessere Hygiene und Sauberkeit in der Stadt. Denn völlig ungepflegte Deponien wie in Podujeva sind ein Nährboden für streunende Hunde, weil es hier auch ausreichend Futte zu finden gibt.