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Illegaler Organhandel im Kosovo ?

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Berichte Kosovo
Im Kosovo stehen derzeit sieben Albaner wegen illegalen Organhandels vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, gemeinsam mit einem Türken und einem Israeli arme Menschen aus der Türkei und Osteuropa zum Verkauf von Nieren und anderen Organen überredet und dann um das Geld betrogen zu haben. Den Spendern wurden 14.000 Euro versprochen, die Empfänger aus Israel aber auch aus Deutschland und Polen zahlten für ein Organ 100.000 Euro und mehr.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Pristina

Aufsager Christian Wehrschütz aus Pristina

Gesamtlänge: 1’23

In der Medicus-Klinik bei Pristina sollen Dutzende Organe transplantiert worden sein, ehe der schwunghafte Betrieb im November 2008 zufällig aufflog. Einer der Chirurgen dürfte der flüchtige türkische Arzt Yusuf Ercen Sönmez gewesen sein, der eine führende Rolle im weltweiten Organhandel spielen soll. Sein Helfershelfer im Kosovo soll Lutfi Dervishi, ein bekannter Urologe, gewesen sein. Er bestreitet alle Vorwürfe. Der Prozess darf nicht gefilmt werden. Geführt wird er von einem Richter der EU-Justizmission und vom kanadischen Staatsanwalt Jonathan Ratel. Er ist überzeugt, dass Organhändler den Kosovo als Operationsbasis nutzten. Der Schweizer Dick Marty hat in einem Bericht für den Europarat, Ministerpräsident Hashim Thaci beschuldigt, im Kosovo-Krieg als ein Führer der UCK in illegalen Organhandel verwickelt gewesen zu sein. In Nordalbanien gefangenen Serben sollen als Organspender missbraucht worden sein. Ob es eine Verbindung zum Medicus-Prozess gibt, ist unklar.

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