20260428 MiJ Vom Gastarbeiter zum Pensionisten am Balkan Wehrsch Mod
Bosnien und Serbien sind die beiden Länder des ehemaligen Jugoslawien, aus denen die meisten sogenannten Gastarbeiter in Österreich stammen. Was in den 70iger-Jahren des vorigen Jahrhunderts begann hat auch dazu geführt, dass das Wort „Gastarbeiter“ Eingang in die Sprachen im ehemaligen Jugoslawien gefunden hat. Das bestätigt bei einem Besuch in Sarajewo auch der amtierende bosnische Botschafter in Österreich, Sinisa Bencun:
Sinisa Bencun
21'7 - 52'4 - (1'01 -1'02'5)
"Dafür gibt es in unserer Sprache kein Wort; wir würden sagen, das ist jemand, der befristet zur Arbeit ins Ausland geht. Doch dieses deutsche Wort ist völlig in unsere Sprache übernommen worden - "Gastarbeiter".
Die enge Verzahnung zwischen dem Balkan und Österreich zeigt auch die Statistik der Pensionszahlungen. So überwies Österreich 2024 nach Deutschland Pensionen in der Höhe von 365 Millionen Euro, in das viel kleiner Bosnien waren es 104, und nach Serbien 160 Millionen Euro. Eine Erklärung dafür bietet in Wien Winfried Pinggera, Generaldirektor der Pensionsversicherung:
5'23'9 - Vergleich mit Deutschland - 6'04'6 - 6'19'6
"Für einen Österreicher ... Pensionshöhen oft Unterschiede." ... schnell mal da waren."
Nach Bosnien aber auch nach Serbien sind in der Pension viele ehemalige Gastarbeiter zurückgekehrt; ein Grund sind die Lebenshaltungskosten, die am Balkan niedriger sind als in Österreich. Wie wird überprüft, ob der Empfänger der Pension tatsächlich noch lebt, frage ich Pinggera:
7'55'7 - Einforderung einer Lebensbestätigung - 8'50'5
"Meistens zu Beginn des ... bitte stellt die Pension ein,"
Doch die Demographie wirkt sich nun auch am Balkan negativ aus; Arbeitskräfte sind Mangelware, und die neuen Gastarbeiter am Balkan selbst kommen nun aus Nepal, Indien und den Philippinen, um nur drei Länder zu nennen, während der Gastarbeiterstrom aus dem Balkan immer geringer wird.