Michael Linhart zu erster Auslandsreise in Sarajewo

Bosnien / Radio / J18 / 2021-10-14 18:00

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Am Montag wurde Michael Linhart zum neuen Außenminister angelobt, und bereits heute ist er zu seinem ersten Besuch im Ausland; gewählt hat Linhart durchaus bewusst den Balkan, und zwar Bosnien und Herzegowina. Mit ihm in Sarajewo ist unser Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz; hier sein Bericht:

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Am Montag wurde Michael Linhart zum neuen Außenminister angelobt, und bereits heute ist er zu seinem ersten Besuch im Ausland; gewählt hat Linhart durchaus bewusst den Balkan, und zwar Bosnien und Herzegowina. Mit ihm in Sarajewo ist unser Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz; hier sein Bericht:

Der wichtigste Termin von Außenminister Michael Linhart war heute das Treffen mit Christian Schmid; der Deutsche ist der Hohe Repräsentant der UNO in Bosnien, und damit seit Sommer Nachfolger des Österreichers Valentin Inzko. Formell hat der Hohe Repräsentant enorme Vollmachten, die jedoch wegen der Uneinigkeit der Internationalen Gemeinschaft in den vergangenen zehn Jahren nur selten genutzt werden konnten. Nach dem Treffen gab es keine Stellungnahme gegenüber den Medien; allerdings begründete Michael Linhart zu Beginn seines Besuchs in Sarajewo, warum er als erste Auslandsreise einen Staat des Westbalklan gewählt hat:

"Ich bin heute nach BiH gekommen, weil für mich die Erweiterung um die Staaten des Westbalkan ein Herzensanliegen ist, weil damit dieses Mosakik zur Mitgliedschaft in der EU vervollständigt wird. Der Westbalkan und damit auch Bosnien bedeutet für uns Sicherheit, Stabilität aber auch wirtschaftliche Chance; und daher, glaube ich, müssen wir, dem Westbalkan immer wieder diese europäische Perspektive geben."

Daher traf der Außenminister heute auch mit Vertretern der österreichischen Wirtschaft zusammen. Morgen wird Linhart zunächst wird er die Friedenstruppe EUFOR besuchen, die seit mehr als 10 Jahren durchgehend von einem österreichischen Offizier geführt wird. Danach trifft Linhart führende Politiker in Bosnien, darunter die drei Mitglieder des Staatspräsidiums, das aus einem Bosniaken, Serben und Kroaten besteht.