Tourismuspotential in Albanien

Albanien / Fernsehen / Aktuell nach Eins / 2021-04-30 13:30

Einleitung

Im Gegensatz zu Kroatien schein Albanien auf der touristischen Landkarte der Österreicher nur unter als Destination für Abenteuer-Urlaube auf; die Zahl heimischer Touristen im Land der Skipetaren ist vernachlässigbar, zu schlecht sind Image und Infrastruktur. In Albanien dominieren denn auch Gäste, die aus Ländern mit starkem albanischem Bevölkerungsanteil kommen, wie etwa Italien, Nordmazedonien und natürlich dem Kosovo. Immerhin entfällt ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung auf den Fremdenverkehr. Doch Schritt für Schritt verbessern sich die touristischen Standards auch in diesem Balkan-Land, nicht zuletzt auch mit starker Unterstützung aus Österreich.

Detail

Im Gegensatz zu Kroatien schein Albanien auf der touristischen Landkarte der Österreicher nur unter als Destination für Abenteuer-Urlaube auf; die Zahl heimischer Touristen im Land der Skipetaren ist vernachlässigbar, zu schlecht sind Image und Infrastruktur. In Albanien dominieren denn auch Gäste, die aus Ländern mit starkem albanischem Bevölkerungsanteil kommen, wie etwa Italien, Nordmazedonien und natürlich dem Kosovo. Immerhin entfällt ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung auf den Fremdenverkehr. Doch Schritt für Schritt verbessern sich die touristischen Standards auch in diesem Balkan-Land, nicht zuletzt auch mit starker Unterstützung aus Österreich.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Albanien

Kamera: Edison Shalca

Schnitt: Mica Vasiljevic

Insert1 Samir Mani, Eigentümer der Balfin-Gruppe in Albanien

Insert2: Simone Ungersböck, Leiterin der ADA in Albanien

Insert3: Nik Nikolli, Direktor des Tourismusbüros in Mirdita

Insert4: Gjovalin Prenga, Öko-Hotel Marub

Insert5: Gjovalin Prenga, Öko-Hotel Marub

Insert6: Samir Mani, Eigentümer der Balfin-Gruppe in Albanien

Gesamtlänge:

Das GreenCoast-Ressort am Ionischen Meer ist das bedeutendste Tourismus-Projekt, das derzeit in Albanien umgesetzt wird. 800 Villen und Appartements sind geplant; die Hälfte ist fertig und weitgehend verkauft, obwohl ein Quadratmeter bis zu 2.500 Euro kostet; die große Mehrheit der Käufer sind Albaner, die am Balkan oder in der EU leben. Die albanische BALFIN-Gruppe hat bereits mehr als 100 Millionen Euro investiert, weitere 300 Millionen sind geplant. Gebaut werden auch acht Spitzenhotels, die internationale Ketten betreiben sollen. Gründer der BALFIN-Gruppe ist der 54-jährige Samir Mane, der lange in Wien gelebt hat; Touristen aus Westeuropa zählen noch nicht zu seiner Zielgruppe:

12'06 - Image Albanien ausländische Touristen – 12‘47‘5 (duze)

„Natürlich, eine Verbesserung des albanischen Namens im Ausland ist wichtig … in den internationalen Markt gehen, um Touristen zu holen.“

Saranda ganz im Süden ist der bekannteste Urlaubsort in Albanien. Die Architektur ist nicht besonders anziehend; die Strände liegen außerhalb und sind nur mit Auto oder Bus zu erreichen. Die Tourismusschule der Stadt hat vier Jahre lang die ADA, die österreichische Entwickklungsagentur unterstützt. Gebaut wurden eine Küche, ein Restaurant; modernisiert wurden die Lehrpläne und österreichische Experten kamen als Lehrer an die Schule; gefördert hat die ADA auch die praxisnahe Ausbildung:

1'10'4 - Praktika und Partnerschaften - 1'23'1

Generell ist Südalbanien - abgesehen von der Hauptstadt Tirana – touristisch besser entwickelt als der Norden. Das gilt auch für die Vermarktung heimischer Produkte, wie das Geschäft „edua“ in der Stadt Gjirokastra 150 Kilometer südlich von Tirana zeigt. Ansprechend ist das Ambiente und die traditionelle albanische Küche schmeckt ausgezeichnet, die in dem kleinen Restaurant serviert wird.

Im Norden wird dieses Angebot erst aufgebaut und zwar mit österreichischer Hilfe durch die ADA und vor allem durch die Organisation Albania-Austria. Sie hat diesen Info-Punkt in der Stadt Mirdita geschaffen, die in kommunistischer Zeit ein Zentrum des Kupfer-Bergbaus war. Finanziert wurden Wanderkarten und die Markierung der Wege. Doch auch in Mirdita sollen Arbeitsplätze durch die Vermarktung lokaler Produkte geschaffen werden:

Nikolli 9'38'5 - Familien - 10'42'2

„Wie wollen zunächst 30 Frauen in drei Gebieten ausbilden und ausstatten, damit sie sichere und saubere Lebensmittel erzeugen können. Das hilft 30 Familien. Hinzu kommen noch Frauen, die Kunsthandwerk herstellen.“

An diesen Wanderwegen entwickelt sich langsam aber auch eine touristische Infrastruktur, und zwar ebenfalls unter der Anleitung der Organisation „Albania-Austria“. Dazu zählt das Hotel Marub, dessen Zimmer durchaus auch westlichen Standards genügen. Das Hotel wurde im Jahre 2010 eröffnet; sein Eigentümer ist der 57-jährige Gjovalin Prenga:

 

3'25'7 - Hauptsaison - 4'46'7

„Ich habe zwei Arten von Kunden. Individualreisende buchen direkt über die Buchungs- oder Hotelwebseite; sie machen 20% der Gesamtbesucher aus; Inländische Besucher aus Tirana verbringen meistens eine Nacht am Wochenende. Wir haben auch Gruppen mit Tourismusagenturen aus Tirana, aus Österreich, aus Großbritannien. In der Hochsaison, im Juli und August, erreichen wir einen maximalen Verkauf von 300 Nächten pro Monat. Andere Monate sind schwächer. Das Hotel ist das ganze Jahr über funktionsfähig, aber letztes Jahr wurden wir wegen einer Pandemie geschlossen. “

 

Haben Sie mehr Inländer oder Ausländer als Gäste?

 

7'09'5 - Gästestruktur - 7'35'9

 

„Wir haben mehr ausländische Besucher. 80 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland, 20 Prozent sind Albaner. In Albanien sind wir kein so bekanntes Reiseziel. Die meisten Albaner kommen aus Tirana, verbringen einen halben Tag hier und kehren dann zurück, weil das Hotel nur 60 bis 70 km von Tirana entfernt ist.“ .

 

 

Noch kaum entwickelt ist der wunderschöne Skutari-See bei der Stadt Shkodra ebenfalls im Norden. Hier betreiben die Eltern des albanischen Fußballstars Elseid Hysaj ein Restaurant, der in Italien spielt. In Nordalbanien ist zunächst der Staat gefordert, ehe große private Investoren aktiv werden können:

 

15'17''2- Wintertourismus - 15'52

 

Das Potential des Nordens ist enorm, doch solange der Staat die Infrastruktur nicht besser entwickelt, werden private Investoren im Norden auch nicht in Skigebiete investieren, die bisher in Albanien praktisch fehlen.