Albanien wählt mit neuem System

Albanien / Fernsehen / ZiB1 / 2021-04-25 19:30

Einleitung

In Albanien wird heute das Parlament gewählt; zu vergeben sind 140 Mandate; stärkste Kraft war bisher die Sozialistische Partei von Ministerpräsident Edi Rama, der um eine dritte Amtszeit kämpft. Sein Herausforderer ist der konservative Oppositionsführer Lulzim Basha; der Wahlkampf verlief aggressiv wie immer; Neuerungen gab es heute bei der Durchführung der Wahl.

Detail

20210425 ZiB1 Albanien wählt mit neuem System Wehrschütz Mod

In Albanien wird heute das Parlament gewählt; zu vergeben sind 140 Mandate; stärkste Kraft war bisher die Sozialistische Partei von Ministerpräsident Edi Rama, der um eine dritte Amtszeit kämpft. Sein Herausforderer ist der konservative Oppositionsführer Lulzim Basha; der Wahlkampf verlief aggressiv wie immer; Neuerungen gab es heute bei der Durchführung der Wahl.

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Albanien

Insert1: Reinhold Lopatka, Delegationsleiter der OSZE-Parlamentarier

Insert2: Reinhold Lopatka, Delegationsleiter der OSZE-Parlamentarier

Gesamtlänge: 1’32

Die biometrische Feststellung der Wähleridentität zählt zu den Neuerungen in Albanien. Sie erfolgt mit dem Fingerabdruck. Die Geräte haben eine Batterie, die 48 Stunden hält; Ausfälle gab es nur wenige, das Positive überwiegt das Negative:

Lopatka I ZiB1 2'55 - Biometrische Erkennung Fortschritt - 3'13'8 (20)

"…weil hier schon ein Element da ist gegen den Wählerbetrug; und das war ja immer in Albanien im Hintergrund und auch bei den Berichten der OSZE, das es immer wieder Vorfälle gegeben hat. Zu mindestens am Wahltag gibt es hier Fortschritte."

Das Pilotprojekt der elektronischen Stimmabgabe fand nur in 32 von 5200 Wahllokalen statt. Dabei verlief nicht alles reibungslos, trotz der Einschulungen sogar noch vor Ort. Außerdem dauert die Stimmabgabe einfach länger als beim Ankreuzen des Stimmzettels:

Lopatka II 0'29 - Sechs Minuten - 44'7 (16)

"Und auch vom technischen Vorgang her hat es leider einzelne ältere Wähler gegeben, die nicht im Stande waren innerhalb der sechs Minuten, die man Zeit hat, den Wahlvorgang zu beenden. Sie haben somit ihre Stimme verloren, obwohl sie zur Wahl gegangen sind."

Formell wahlberechtigt sind 3,5 Millionen Albaner; eine Million dürfte im Ausland arbeiten, doch gewählt werden kann nur in Albanien. Ausgezählt wird in Zählzentren, und das dauert seine Zeit. Ob Edi Rama Regierungschef bleibt, oder von Oppositionsführer Lulzim Basha abgelöst wird, wird daher wohl erst am Dienstag feststehen.