20250820 ZiB1 Außenministerin BMR in Odessa Wehrsch Mod
Odessa zählt zu den Städten in der Ukraine, die immer wieder von den Russen massiv beschossen werden. Odessa ist aber auch jene Stadt und jener gleichnamige Oblast, mit dem das Bundesland Oberösterreich eine Vereinbarung über wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit abgeschlossen hat. Wirtschaftsthemen, humanitäre Hilfe und die Perspektiven auf Frieden dominierten heute auch den eintägigen Besuch von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in der Hafenstadt; mit dabei war unser Korrespondent Christian Wehrschütz:
Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Odessa
Insert1: Andrij Sibiha, Außenminister der Ukraine
Insert2: Beate Meinl-Reisinger, österreichische Außenministerin#
Gesamtlänge: 1‘49
Odessa ist als Hafenstadt eine der Lebensadern der Ukraine für den Export von Getreide und anderen Rohstoffen; auch daher wird die Stadt immer wieder von Russland beschossen, auch daher ist ihre Verteidigung für die Ukraine besonders wichtig. Das Denkmal für die Gefallenen stand daher am Beginn des Treffens der beiden Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und Andrij Sibiha in der Hafenstadt. Bei den bilateralen Gesprächen gings es dann um österreichische Wirtschaftsinteressen ebenso wie um die Friedensperspektive für die Ukraine nach dem Gipfel in Washington. Wie steht es um die Vorbereitungen des Treffens zwischen Donald Trump, Vladimir Putin und Volodimir Selenskij?
Andrij Sibiha
„Ich betone, dass wir uns jetzt in einem diplomatischen Moment befinden, in dem es durch politische und diplomatische Bemühungen möglich ist, einen gerechten Frieden für die Ukraine herbeizuführen. Wir befinden uns derzeit in aktiven Konsultationen mit all unseren Verbündeten, insbesondere bezüglich der nächsten Schritte. Ich bin zuversichtlich, dass in naher Zukunft entsprechende Treffen auf der Ebene der Berater für nationale Sicherheit stattfinden werden. Die konkrete Ausgestaltung der Sicherheitsgarantien wird eine der Prioritäten der Verhandlungsteams sein.“
Obwohl die Chancen gering sind, hält die Außenministerin einen Waffenstillstand zu Beginn von Verhandlungen für angebracht:
49'8 - BMR Waffenruhe und 1'06'9
"Man kann nicht unter Tags von ... wie denn das ausschauen könnte."
Besucht hat die Außenministerin auch eine Kinderklinik; Österreich leistet humanitäre Hilfe, die den Bau von Luftschutzräumen ebenso beinhaltet wir die Rehabilitation von Kindern und die medizinische Behandlung von Verwundeten in Österreich.
Andrij Sibiha
Das ist sehr wichtig. Ich betone noch einmal und wiederhole, dass wir uns jetzt in einem diplomatischen Moment befinden, in dem es durch politische und diplomatische Bemühungen möglich ist, einen gerechten Frieden für die Ukraine herbeizuführen. Wir haben ein äußerst wichtiges Treffen, das uns Präsident Selenskyj mit Präsident Trump in Anwesenheit europäischer Verbündeter gebracht hat. Es ist ein militärisches, ein symbolisches Treffen, das zweifellos alle diese Prozesse beschleunigt hat. Die ukrainische Seite versteht die nächsten Schritte klar, um die Tötungen von Ukrainern zu stoppen und die russische Aggression zu beenden. Wir befinden uns derzeit in aktiven Konsultationen mit all unseren Verbündeten, insbesondere bezüglich der nächsten Schritte. Ich bin zuversichtlich, dass in naher Zukunft entsprechende Treffen auf der Ebene der Berater für nationale Sicherheit stattfinden werden. Von unserer Seite wird der Leiter des Büros, Ermak, an der konkreten Ausgestaltung der Sicherheitsgarantien beteiligt sein. Dies wird eine der Prioritäten der Verhandlungsteams sein, nämlich die konkrete Ausarbeitung der Sicherheitsgarantien und der zukünftigen infrastrukturellen Sicherheit. Weiterhin ein Treffen zwischen Präsident Selenskyj und Putin in irgendeinem Format. Es ist jetzt sehr wichtig, die zeitlichen Rahmenbedingungen und den Zeitplan für dieses Treffen zu verstehen und festzulegen. Die ukrainische Seite ist bereit, denn ein solches Treffen kann Antworten geben und ist dazu aufgerufen, einen gerechten Frieden zu erreichen. Vielen Dank.





