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20240817 ZiB1 Ukraine und der Krieg der Drohnen Wehrsch Mod

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat der Entwicklung von Drohnen aller Arten einen enormen Auftrieb verliehen. Drohen werden zu Land und zu Wasser eingesetzt, zur Zerstörung ebenso wie zur Aufklärung und zur Einweisung von Artillerie. Die Ukraine hat in diesem Kampf eine enorme Innovationskraft bewiesen; dazu zählt die Entwicklung von Simulatoren, an denen Soldaten im Kampf gegen Drohnen und Raketen ausgebildet werden:

Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus der Ukraine

Insert1: Gennadij Suldin, Leiter der Gruppe Technari

Insert2: „Schuk“, ehemaliger Chefkoch eines Restaurants in Odessa

Gesamtlänge: 1’42

Drohnen stellen auf beiden Seiten eine fürchterliche aber auch höchst effiziente Waffe dar; denn sie sind viel billiger als schwere Waffen und ihre Bedienung auch rascher und leichter zu erlernen. Dazu dienen in der Ukraine auch Simulatoren und Computer-Programme, die die Gruppe Technari entwickelt hat. Der große Vorteil liegt darin, dass die Ausbildung ungefährlich ist, und zunächst keine Munition verbraucht wird. Bekämpft werden vor allem russische Drohnen:

3:24 Suldin Gennadij
„Ein großer Teil der Ingenieure der Gruppe Technari sind höhere Offiziere der Luftabwehr der Ukraine. Das heißt, wir hatten zu Beginn der Entwicklung Informationen über die technischen Eigenschaften der Luftwaffe der Russischen Föderation.“

Ausgearbeitet haben die Computerprogramm 12 Experten aus drei Ländern, wobei etwa 70 Anregungen der ukrainischen Streitkräfte eingearbeitet wurden; finanziert wurde das System durch Spenden aus der Ukraine und durch NATO-Staaten.

Diese mobile ukrainische Einheit hat die Grundausbildung bereits absolviert. Zwei der drei Soldaten war vor dem Krieg Zivilisten. Dieser Mann mit dem Kampfnamen „Schuck“ war Chefkoch in einem Restaurant. Wie oft trainiert er am Simulator?

2:28 Schuk (ZHUK) ehemaliger Chefkoch
„Fast jeden zweiten Tag, etwa 15 bis 20 Minuten pro Tag. Wir sind viele Jungs in der Gruppe. Und das reicht. Wenn man das ständig macht, dann verliert man seine Fähigkeiten nicht, wie man so sagt.“

6000 Personen haben die Ausbildung bereits absolviert; 30 Einheiten zu je zehn Minuten sollen ausreichen, um im Kampf gegen russische Drohnen in den Einsatz gehen zu können.

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